Schlagwort-Archiv: Stadttheater

                                   Augsburg, 28.07.2019

Sehr geehrter Herr Dr.Gribl,

in der Lenkungsgruppe am 23.07.2019 und besonders im Stadtrat am 25.07.2019 wurden
verschieden Aussagen zu den Parametern der Kostensteigerungen für das Bauteil 2
gemacht, die ich in ihrer Komplexität im Sitzungsverlauf nicht ganzheitlich zuordnen konnte.

Ich bitte Sie daher um Klärung der nachstehenden Fragen, damit sich der Stadtrat ein klares
Bild der Ausgangslage und dem weiteren Verlauf der Kostenentwicklung machen kann.
Entscheidenden Einfluss auf die Kostensteigerung haben Zeitpunkt und Umfang der
Vergaben. Hierzu muss nach meiner Einschätzung der Terminplan korrigiert werden, zumal
im Bauteil 2 frühestens in 9 Monaten (Mai 2020) mit weiteren Entscheidungen zu rechnen ist.
In diesem Zeitraum sollten nach bisheriger Planung 50% der Bauleistungen vergeben
werden.

Für die Vergabeentscheidungen im Hochbauausschuss ist eine, für alle Stadträte
verständliche Gewerkkalkulation mit den Spalten Kostenschätzung (Beschlusslage)
Kostenberechnung-Vergabe-Abrechnung vorzubereiten, damit die Vergabeentscheidungen
transparent erfolgen können. Für die bisherig erfolgten Vergaben BT1 und 2 bitte ich um
Zusendung dieser Vergabetabellen.

Für den weiteren Prozess steht mein Vorschlag eines fraktionsübergreifenden Fachkreises.
Kostensteigerung Achatz 23l25.07.2019 — Vergleich – Kostenbericht Achatz 30.11.2017
Bauteil 2
Bauteil 2 Kostenrahmen (BKI+6% ) indiziert auf 1. Quartal 2017: 72.799.250,00
Bei Bauteil 2 ging das Büro Achatz von einer Baukostensteigerung von 6% aus.
(Im Kostenbericht durch die Baupreisindextabelle des Statistischen Bundesamtes unterlegt)
Fragen:
Für welchen Zeitraum wurden die 6% Kostensteigerung angenommen?
Was ist im Kostenbericht zu verstehen unter:
– Vergabezeitraum 2017 (BKI+6%)
– Wie und auf welcher Grundlage wurde „BKI+6% berechnet
Die weitere Indexierung der Kosten beginnt ab 3.Quartal 2017

Im aktuellen „Kostenvergleich vom 23l25.07.2019) geht das Büro Achatz von 12,5%
Baupreissteigerung ab 07/2019 aus. Zwischen dem 3.Quartal 2017 und dem 2.Quartal 2019
errechnet das Statistische Bundesamt eine Kostensteigerung von 8,8%. Dies entspricht einer
durchschnittlichen Quartalssteigerung von ca. 1,25% (jährliche Steigerung 5%.)

 

Nach dem bisherigen Terminplan (Stand Okt.2017) sind im März 2021 50% der Arbeiten
ausgeschrieben. Die für den Baupreisindex relevanten Kostensteigerungen enden mit der
Vergabe aller Leistungen. Rechnet man mit 12,5% sind dies 3 Jahre ab 25.07.2019 also 25.07.2022.

Fragen:

Hat sich der Terminplan geändert?
Wurde bei der Baukostensteigerung eine zusätzliche Sicherheit eingeplant?
Bauteil 1
Bauteil 1 Kostenberechnung vom 09.11.2016 (indiziert auf 1 Quartal 2017): 113.500.000,00
Bei Bauteil 1 wird auf die Risikoreserve (zum 30.11.2017 noch 4.501.331,71 Euro)
verwiesen.
Frage:
Nachdem kein Preissteigerungsindex angeben ist, wird dieser durch die Risikoreserve
abgedeckt?
Für das Große Haus sollten laut Terminplan im Feb. 2019 – 50% und im Mai 2020 der Rest
der Ausschreibungen abgeschlossen sein.
Fragen:
Hat sich der Terminplan geändert?
Wie wirkt sich das auf die Baukosten aus?

Bitte um schriftliche Beantwortung an alle Fraktionen.

Häufung von Unregelmäßigkeiten bei der Stadt Augsburg

                            Augsburg, 17.05.2018

 

Derzeit steht der 28,5 Mio € Fördermittelskandal im Sozialreferat im öffentlichen Interesse.
Es krankt aber noch an anderen Stellen bei der Stadt Augsburg.

Vor kurzem wurde bekannt, dass ein Mitarbeiter des Theaters Augsburg 107.000 € aus der Kasse unterschlagen hat. Das konnte nur passieren, weil die Kasse des Theaters mehr als 10 Jahre nicht geprüft wurde. Auch hier stellt sich die Frage nach der Verantwortung.

Wer ist/war hier zuständig?

Warum gab es kein Vier-Augen-Kontrollsystem? Warum wurde ein Softwareprogramm verwendet, das anscheinend nicht revisionssicher ist?

Die neue Wirtschaftsprüfungsgesellschaft schreibt in ihrem Bericht zum Jahresabschluss des Eigenbetriebes Theater 2017 u.a. „Im Verlauf
unserer Prüfung haben wir berichtspflichtige Unrichtigkeiten und Verstöße gegen Vorschriften der Rechnungslegung festgestellt. Bei der
Prüfung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems haben wir erhebliche Mängel im Bereich der Kassenbuchführung festgestellt,
die die Veruntreuung von Barmitteln begünstigt haben.“ (siehe BSV/18/01650, https://ratsinfo.augsburg.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=7217#searchword, PDF und Anlage oben rechts)

Regelmäßig wird der Stadtrat von Rechnungsprüfungsamt über Unregelmäßigkeiten in der Verwaltung informiert:

  • Im städtischen Bürgeramt ist eine Kassenprüfung nicht möglich, da dies vom Bürgeramt be- bzw. verhindert wird.
  • Der Bayerische Kommunale Prüfungsverband kritisiert, dass die AGS seit 2010 aus der Überprüfung durch das Rechnungsprüfungsamt ausgenommen ist!
  • Hochwertige Wohnungen in städtischen Liegenschaften im Herzen von Augsburg werden zu Schleuderpreisen (ca. 4,- € pro QM) an städtische Mitarbeiter vermietet!

Auch bei Feuerwehr und im Friedhofsamt sind in der Vergangenheit schon wegen Unregelmäßigkeiten aufgefallen.

Häufig schleppt sich die Aufklärung dahin und die Öffentlichkeit wird nicht informiert. Dabei sind es öffentliche Gelder die veruntreut werden.

 

Antrag Freilichtbühne

                                                    16.02.2017


Antrag

Sehr geehrter Herr Dr. Gribl,

wir stellen hiermit den Antrag auf die großzügige Öffnung der Freilichtbühne und eine deutliche Erhöhung der Anzahl der Aufführungen

Begründung:

Aus dem neuesten Quartalsbericht des Stadttheaters wird deutlich, dass die Aufführungen auf der Freilichtbühne schon jetzt ¼ der selbst erwirtschafteten Einnahmen des Stadttheaters ausmachen. In Anbetracht der finanziellen Lage des Stadttheaters ist nicht ersichtlich, warum es auf diese Einnahmequelle verzichten sollte. Darüber hinaus ist der Standort Freilichtbühne auch externen Anbietern sehr begehrt, so dass es ein leichtes wäre, hier ohne großen Aufwand ein deutliches Plus an Einnahmen zu verzeichnen und somit die städtischen Kassen, die den Verlust des Theaters übernehmen, zu entlasten.

Hier den ganzen Antrag lesen: Antrag Freilichtbühne_16.02.2017

Pressemitteilung Brandschutz Theater

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In Anbetracht der verkündeten Schließung des Theaters, stellen sich folgende Fragen:
Welche Bedeutung und welche Qualität hat eigentlich der Brandschutz in Augsburg?
Das Theater zählt zu den wichtigsten öffentlichen Gebäuden der Stadt mit besonderem Schutzbedarf. Diesem Schutzbedürfnis wurde aber offenbar im Rahmen der turnusmäßigen Begehungen schon seit Jahren nicht Rechnung getragen.

Anders lässt es sich nicht erklären, dass über Jahre hinweg nicht ein einziges Mal die Frage gestellt wurde, woher das Ventilationssystem die Frischluftluft für den Zuschauerraum bezieht?
Wie kann es sein, dass die Feuerwehr bei einem Gebäude wie dem Theater über keinerlei Pläne verfügt, in denen Lüftungsschächte verzeichnet sind?

Hier die ganze PM von Stadträtin Stuber-Schneider lesen: PM Brandschutz Theater 23.05.16

Pressemitteilung Brandschutz Theater

FW Schafitel_logo                                               Augsburg, den 13.05.2016
Im Grundsatzbeschluss zur Generalsanierung des Theaters vom 29.07.2015 wurde aufgeführt, dass beim Brandschutz ein massiver Sanierungsbedarf besteht.

Für die Neukonzeption Theater wurden 2009 Planungsleistungen an die Architekten PFP Hamburg vergeben. PFP geht in seinen Untersuchungen lediglich auf 2 Seiten auf die Lüftung ein und empfiehlt für den Theatersaal „Drallauslässe im Druckboden“ einzubauen.

Demnach bestand Kenntnis über den problematischen Druckboden zwischen Garderobe und Parkett. Ansonsten bezieht sich PFP auf ein in Arbeit befindliches Brandschutzgutachten.
Ein Brandschutzkonzept Stadttheater Augsburg, wurde von Kersken+Kirchner GmbH, am 08.10.2010 erstellt. Dieses Konzept stellt Anforderungen an den baulichen Brandschutz auf, ohne ganzheitlich zu überprüfen, ob diese bereits erfüllt sind oder noch zu erfüllen sind.

Es werden im Konzept „vertretbare Abweichungen“ zum geforderten Brandschutz aufgeführt wie z.b. „Brandlast Garderobenfoyer in notwendige Flure“!

Ganze PM lesen: PM Brandschutz 13.5.16

PM Stadttheatersanierung und ihre Finanzierung

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Pressemitteilung                                                                                Augsburg, 19.10.2015

Theaterfinanzierung auf 25 Jahre ist nicht akzeptabel!

In der Sitzung des Finanzausschuss‘ am 20. Oktober 2015 will Bürgermeisterin Weber das Konzept für die Finanzierung der geplanten großen Sanierung des Theaters vorstellen. Wie bereits im Vorfeld bekannt wurde, soll die Finanzierung sich über 25 Jahre erstrecken und den Haushalt ab 2018 mit rund 4 Millionen belasten.

„Es wird immer offensichtlicher, dass eine große Sanierung des Theaters, mit wahrscheinlich ca. 200 Millionen € Gesamtkosten und einem städtischen Anteil von mittlerweile über 90 Millionen €, nicht zu verantworten ist. Eine Finanzierung über Kreditaufnahme und einer Laufzeit von 25 Jahren – einem Vierteljahrhundert – ist nicht akzeptabel. Die sowieso schon geringen Spielräume im Haushalt der Stadt Augsburg, würden mit einer Summe von etwa vier Millionen € weiter eingeschränkt und auf 25 Jahre zementiert! Ein solcher Beschluss würde bedeuten, dass wir vier künftigen Stadtparlamenten ihre Entscheidungsmöglichkeiten nehmen.“ meint Stadtrat Alexander Süßmair.

Ganze PM lesen: PM Finanzierung_Theater_20151019