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Dringlichkeitsantrag zur Sanierung der Eichleitnerstraße (BSV/19/03190) für den kommenden Stadtrat am 25.07.2019

                                                                                         Augsburg, 22.07.2019

 

Sehr geehrter Herr Dr. Gribl,

wir stellen folgenden Dringlichkeitsantrag zur Sanierung der Eichleitnerstraße (BSV/19/03190) für den kommenden Stadtrat am 25.07.2019:

Punkt 2 im Beschlussvorlag lautet:

„Die Bauverwaltung wird beauftragt, die Radverkehrsanlagen in der Eichleitnerstraße im Rahmen der jetzt anstehenden Sanierung gem. dem Bestand fortzuführen.“

Dies ist widersprüchlich, da die neuen Planungen mit der Errichtung von zwei Signalanlagen an den betroffenen Kreuzungen eine Umplanung vom beschriebenen Bestand vorsehen. In der Führung der Fuß- und Radwege bedeutet dies eine noch weitere Verschlechterung der ohnehin dürftigen Situation für Fußgänger und Radfahrer in der Eichleitnerstraße. So wird künftig der getrennte Geh- und Radweg auf der Westseite streckenweise aufgehoben

Es besteht somit Klärungsbedarf zur neu geplanten Radwegeführung und bitten insbesondere folgende Punkte zu beantworten, um die Abweichungen zu den 2015 beschlossenen Standardanforderungen BSV/15/03039 „Fahrradstadt 2020 – Standardanforderung an Radverkehrsanlagen der Stadt Augsburg“ der Eichleitnerstraße als „IR III“ darzustellen:

  • Kommen die in der BSV/15/03039 grundsätzlich ausgeschlossene Formen der Radverkehrsführung vor, wie „Kombinierter Fuß- und Radweg“ oder für den Radverkehr freigegebene Gehwege (BSV/15/03039, S. 4)?
  • In der BSV heißt es: „Die zur Verfügung stehenden Breiten entsprechen im Bestand zwar den Regelanforderungen, jedoch nicht den Standardanforderungen an Radverkehrsanlagen in Augsburg, die im Rahmen des Projektes Fahrradstadt vorgesehen werden sollen.“

In den Standard- wie Regelanforderungen wie sie 2015 beschlossen wurden, dürfen auf einer innergemeindlichen Radhauptverbindung (IR III) keinerlei kombinierte Fuß- und Radwege existieren. Also kann weder der Bestand, noch der fortgeführte Bestand den Regelanforderungen entsprechen. (siehe Anlage)

  • Auch die „ERA“ (Empfehlungen für Radverkehrsanlagen) wird nicht erfüllt, hier gibt es das Mindestmaß von kombinierten Fuß- und Radwegen in der Größenordnung ≥ 2,50 m – und nicht wie die in der BSV erwähnte „durchschnittliche Breite“. Wird diese somit auch nicht erfüllt?
  • Wie lässt sich die künftige Wegeführung auf die Verkehrssicherheit von Fußgängern und Radfahrern mit der VwV-StVO Vorschrift in Einklang bringen?
    Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrsordnung StVO-VwV; zu den §§ 39 bis 43 Allgemeines über Verkehrszeichen und Verkehrseinrichtungen, Randziffer 5 wird ausgeführt: „Die Flüssigkeit des Verkehrs ist mit den zur Verfügung stehenden Mitteln zu erhalten. Dabei geht die Verkehrssicherheit aller Verkehrsteilnehmer der Flüssigkeit des Verkehrs vor.

Müssten demnach nicht die Radfahrer von der kombinierten Gehwegbenutzung befreit werden und die Straße nutzen?

Mit freundlichen Grüßen

O. Nowak

Anlage:

Polit-WG fordert die Anwendung der bereits bestehenden Standardanforderungen zur Fahrradstadt

                                                                                                                    05.04.2019

Seit 2015 gibt es die einstimmig vom Stadtrat beschlossenen Standardanforderungen für die Fahrradstadt, diese sind für alle Bürger prominent präsentiert unter: https://www.projekt-augsburg-city.de/fahrradstadt/fahrradstadt-im-detail/

Leider werden diese aber nicht immer bei den im Beschluss festgelegten Anlässen und Straßen angewandt oder bei den Planungen nachvollziehbar geprüft. Deshalb hatte Polit-WG Stadtrat Oliver Nowak bereits beim Sanierungsbeschluß zur Eichleitnerstraße, und jetzt auch nach den Baumaßnahmen der swa in der Schertlinstraße dies eingefordert. Leider ohne Erfolg in den Stadtratsgremien. Dass beim Beschluss zur Eichleitnerstraße auch Grüne und SPD explizit gegen die Anwendung der eigenen Standardanforderungen gestimmt hatten war mehr als verblüffend. Getoppt wurde der Sitzungsverlauf, indem Grüne und CSU anschließend doch noch eine Prüfung eines  Radweges beantragten, der allerdings nur teilweise auf der Straße geführt wird. Entlang eines neuen großen Hotel- und Konferenzneubaus wird dieser schließlich auf  einen sehr schmalen gemeinsamen Geh-und Radweg weitergeführt.

„Ich glaube mittlerweile, dass es ein grundlegendes Missverständnis in der Auffassung gibt, was eine Fahrradstadt ausmacht. Nicht immer ist ein eigener Radwegebau überhaupt erforderlich, entscheidender ist die Radfahrführung auf oder neben der Straße um ein möglichst sicheres Miteinander aller Verkehrsteilnehmer zu etablieren. Das meiste, beispielsweise der Mindestabstand von 1,50 m beim Überholen von Radfahrenden ist ohnehin gesetzlich geregelt. Radfahrschutzstreifen neben parkenden Autos bräuchten hingegen den Mindestabstand einer Türlänge, so wie er von Radfahrenden zur Gefahrreduzierung abverlangt wird, und sollten zudem den Autofahrerenden nicht suggerieren auf den Mindestabstand von 1,50 m beim Überholen verzichten zu können“, so Stadtrat Nowak.

Für eine durchdachte Verkehrsführung stehen die vom Stadtrat beschlossenen Standardanforderungen zur Fahrradstadt von 2015, hierfür wurde ein externes Projektbüro  mit der Ausarbeitung beauftragt und für das Gesamtprojekt mit einem 6-stelligen Betrag dotiert. Wichtige Ergebnisse sollten deshalb nicht in der Schublade verschwinden.

Nowak (Polit-WG) ergänzt: „Ständig wechselnde Führungsformen für Radfahrende und das Freimachen der Verkehrsflächen für den Autoverkehr in den Städten, in dem oft Radfahrer und Fußgänger an den Rand oder gegeneinander geschoben werden, kann nicht die notwendige Mobilitätswende in einer Stadt wie Augsburg mit wenig breiten Straßen herbeiführen. Mobilität wird vielfältiger, E-Scooter stehen in den Startlöchern, sinnvolle klimafreundliche Lastenräder brauchen ebenso Platz. Viele Autofahrende haben leider verlernt, dass die öffentlichen Straßen in den Städten nicht nur den Autos vorbehalten sind. Wer das möchte, für den gibt es eigene Autobahnen.“

links:

Antrag Polit-WG Eichleitnerstraße: https://ausschussgemeinschaft.de/dringlichkeitsantrag-zur-sanierung-der-eichleitnerstrasse-bsv-19-02633-fahrradwege/

Antrag Polit-WG Schertlinstraße: https://ausschussgemeinschaft.de/dringlichkeitsantrag-zur-sanierung-der-schertlinstrasse-bsv-19-02931/

Anfrage an Herr Dr. Casazza zu einer Werbeaktion Abstand von 1,50 Metern halten

                                                                             Augsburg, 02.04.2019

Sehr geehrter Herr Dr. Casazza,

ich möchte Sie gerne fragen, ob es möglich wäre künftig auf der Rückseite einiger ihrer Busse für die Einhaltung des gesetzlichen Mindestabstands von 1,50 Metern beim Überholen von Fahrradfahrern zu werben.

Ein Problem bei Erreichen des Ziels Fahrradstadt zu werden ist, dass viele Bürger sich im Straßenverkehr mit ihrem Fahrrad nicht sicher fühlen. Da die Stadt nun nicht überall ordentliche Radverkehrsanlagen bauen kann und dies auch nicht sinnvoll ist, ist eine Maßnahme besonders wichtig: Für ein respektvolles Miteinander im Straßenverkehr zu sorgen. Viele Autofahrer wissen nicht, dass sie beim Überholen eines Fahrrades laut Gesetzgeber einen Mindestabstand zu Radfahrenden von 1,50 Meter einhalten müssen, bei unsicheren Verkehrsteilnehmern wie Kindern sogar 2 Meter.

Ist dieser Mindestabstand aufgrund der Verkehrslage oder anderer Gründe nicht einzuhalten, so hat der Kraftfahrzeugführer das Überholen zu unterlassen und muss hinter dem Fahrrad bleiben.

Um diese einfache Regel zum Allgemeinwissen zu machen, wäre es gut wenn die Stadtwerke Augsburg auf ihren Bussen für diesen Mindestabstand werben würden, so wie das in Wiesbaden gemacht wird:

Quelle: http://www.wiesbadenaktuell.de/startseite/news-detail-view/article/abstand-halten-ab-1-5-meter-es-genug-drei-eswe-busse-mit-neuem-slogan-unterwegs.html

 

Auch der Wiesbadener Slogan für diese Aktion „Respekt! Eine Frage des Abstandes“ erscheint uns übernehmenswürdig, da er die Verkehrsteilnehmenden dazu auffordert ihr eigenes Verhalten gegenüber anderen zu reflektieren.

 

Die Polizei und der ADFC Köln haben eine ähnliche Aktion gestartet. Das Bild dieser Aktion verdeutlicht sehr anschaulich, wie groß der Abstand von 1,50 Meter ist. Aus diesem Beispiel wird auch deutlich, wie oft diese Abstandsregel verletzt wird und damit der Respekt vor dem anderen Verkehrsteilnehmer.

Quelle: https://adfc-blog.de/2017/12/aktion-seitenabstand-anderthalb-meter/

Mit freundlichen Grüßen

Dringlichkeitsantrag zur Sanierung der Schertlinstraße (BSV/19/02931)

                                                                                    Augsburg, 01.04.2019

Sehr geehrter Herr Dr. Gribl,

wir stellen folgenden Dringlichkeitsantrag zur Sanierung der Schertlinstraße (BSV/19/02931) für den kommenden Bauausschuss am 04.04.19:

Der Bauausschuss beschließt im Zuge der Oberflächenwiederherstellung nach der Baumaßnahme der Stadtwerke Augsburg in der Schertlinstraße die gesamte Straße unter Beachtung der „Standardanforderung an Radverkehrsanlagen der Stadt Augsburg“ zur Fahrradstadt (BSV/15/03039) zu überprüfen.

Begründung:

Der Beschluss BSV/15/03039 „Fahrradstadt 2020 – Standardanforderung an Radverkehrsanlagen der Stadt Augsburg“ vom 25.06.2015 ist auch anzuwenden auf Neuplanungen und Umbaumaßnehmen für Radhaupt- und -nebenverbindungen. Die Schertlinstraße ist eine sog. IR IV Innergemeindliche Radverkehrsanbindung, größtenteils mit einer Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h. Diese sollte nach erfolgten Baumaßnahmen der swa in seiner Gesamtheit überprüft und alte Unstimmigkeiten in der Führung des Radverkehrs angepasst und optimiert werden, z.B. Radpiktogramme und vergessene Trennstreifen auf dem Gehweg.

Auszug aus den Standardanforderungen lt. BSV/15/03039:

Die Planung darf nicht zu Lasten von zu Fuß gehenden erfolgen.

PM zum Beschluss am kommenden Donnerstag im Stadtrat zur Sanierung der Eichleitnerstraße

 

Augsburg, 24.02.2019. Am Donnerstag 28.02. steht in der Stadtratssitzung ein Beschluss zur Sanierung der kompletten Eichleitnerstraße an.

Hierzu hat die Polit-WG vergangene Woche am 19.02. einen Dringlichkeitsantrag eingebracht, da aus ihrer Sicht die Rad- und Fußwegsituation an so einer wichtigen Straße, die nicht nur zu vielen Einkaufsmöglichkeiten führt, unbedingt verbessert werden muss.

Polit-WG Stadtrat Oliver Nowak: „Unverständlich ist der einstimmige Beschluss zuvor im beratenden Bauausschuss, da sowohl SPD als auch Grüne den bisherigen Plänen ohne Diskussion zugestimmt haben. Bisher liegen 2 Kreuzungspläne dem Beschlussvorschlag bei, an denen die vorhandenen gemischten Rad- und Fußwege erneut in den Neuplanungen zu erkennen sind. Das steht im krassen Widerspruch zu den vom Stadtrat selbst auferlegten Standards zur Fahrradstadt aus dem Jahr 2015.“

Der Antrag der Polit-WG hat deshalb zum Ziel, die Planungen anhand der stadteigenen Standards zur Fahrradstadt überprüfen und in der Eichleitnerstraße umsetzen zu lassen. Zur Situation der Radfahrer soll der Fahrradbeauftragte in der Sitzung dem Stadtrat die Problemstellen aus fachlicher Sicht erläutern.

„Nachdem sich nun auch die SPD an diesem Wochenende zur Fahrradstadt öffentlich bekannt hat, sehe ich tatsächlich einmal Chancen für einen unserer Anträge zur Verbesserung der Rad- und Fußwege“ sagt Stadtrat Nowak. „Nachholbedarf hat die Regierung nach den großen Ankündigungen vor vielen Jahren ohnehin. Die Polit-WG bietet gerne bereits eingebrachte Anträge und Anregungen erneut an.“

So wäre die Einführung der Onlineplattform „RADar“ ein wesentliches Element für die Bürgerinnen um auf Problemstellen im Stadtverkehr aufmerksam zu machen. Tempo 30 im Pferseer Tunnel, eine klare Radwegführung nach den Umbauten in der Schertlinstraße, sowie ein städtisches Kommunikationskonzept um allen Verkehrsteilnehmern ihre Rechte und Pflichten zu verdeutlichen, seien nur einige weitere Beispiele die auf ihre Umsetzung warten.

> Antrag mit weiteren Infos, sowie Beschluß Standardanforderungen als Anhang.

Link BSV/19/02633 TOP Ö 21 Sanierung Eichleitnerstr. mit Plänen https://ratsinfo.augsburg.de/bi/to010.asp?SILFDNR=1433&TOLFDNR=22709#beschluss

Link zu RADar: https://www.radar-online.net/home/

Dringlichkeitsantrag zur Sanierung der Eichleitnerstraße (BSV/19/02633) – Fahrradwege

                                                                 Augsburg, 19.02.2019

Sehr geehrter Herr Dr. Gribl,

wir stellen folgenden Dringlichkeitsantrag zur Sanierung der Eichleitnerstraße (BSV/19/02633) für den kommenden Stadtrat am 28.02.2019:

  1. Der Stadtrat beschließt die geplante Sanierung der Eichleitnerstraße unter Beachtung der „Standardanforderung an Radverkehrsanlagen der Stadt Augsburg“ zur Fahrradstadt (BSV/15/03039). Dabei soll in der Sitzung insbesondere die Radwegeplanung der gesamten Strecke vorgestellt werden und wie diese zur höheren Sicherheit des Radverkehrs als bisher beiträgt. Der Fahrradbeauftragte der Stadt soll bitte in der Sitzung zur Führung des Fahrradverkehrs und der dadurch bedingten  (Un-)Sicherheit der Radfahrer und Fußgänger, wie sie z.B. bereits in der Planung erkennbar ist, Stellung nehmen (vgl. Anlagen Kreuzungspläne zur BSV/19/02633).
  1. Wir beantragen eine Darstellung zur künftigen Planung des gesamten Verlaufs der Eichleitnerstraße und wie die Abweichung dieser Planung zum Stadtratsbeschluss BSV/15/03039 „Fahrradstadt 2020 – Standardanforderung an Radverkehrsanlagen der Stadt Augsburg“ (einstimmig vom Stadtrat am 25.06.2015 beschlossen) zusammenpasst. Insbesondere soll auf die Gesamtbreite und der Aufteilung auf die Fahrspuren für den MIV, Parkraum und die Mindestmaße für die Radwege und Fußwege eingegangen werden.

Begründung:

Der Beschluss BSV/15/03039 „Fahrradstadt 2020 – Standardanforderung an Radverkehrsanlagen der Stadt Augsburg“ vom 25.06.2015 ist auch anzuwenden auf Planungen zur Instandhaltung und Umbau.

Die bereits jetzt in der Planung erkennbaren Radwegekennzeichnungen in den Kreuzungs-bereichen als gemischter Rad- und Fußweg mit Benutzungspflicht widerspricht allen aktuellen fahrradverkehrspolitischen Empfehlungen. Darüber hinaus verstößt diese Planung gegen den einstimmig gefassten Stadtratsbeschluss von 2015 zu den Radwegestandards.

Dort wurde beschlossen, dass der Radweg in der Eichleitnerstraße eine „innergemeindliche Radhauptverbindung (IR III)“ darstellt. Auf einer solchen innergemeindlichen Radhaupt-verbindung sind gemischte Radwege nicht zulässig. Darüber hinaus muss ein Radweg eine Mindestbreite von 2,30 Meter aufweisen. Bei Spurbreiten von 4,25 m für den MIV ließe sich einiges für den Radverkehr verbessern.

Insbesondere sei bei der Planung der Kreuzungen und der Radwege in den Kreuzungsber-eichen an die Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrsordnung  StVO-VwV erinnert; Zu den §§ 39 bis 43 Allgemeines über Verkehrszeichen und Verkehrseinrichtungen, Randziffer 5 wird ausgeführt:

»Die Flüssigkeit des Verkehrs ist mit den zur Verfügung stehenden Mitteln zu erhalten. Dabei geht die Verkehrssicherheit aller Verkehrsteilnehmer der Flüssigkeit des Verkehrs vor. Der Förderung der öffentlichen Verkehrsmittel ist besondere Aufmerksamkeit zu widmen.«

Eine solche Verkehrswegeführung des nichtmotorisierten Individualverkehrs, wie sie in den Plänen zur Sanierung der Eichleitnerstraße in der BSV/19/02633 vorgesehen ist, ist den Bestrebungen der Stadt Augsburg „Fahrradstadt“ zu werden nicht angemessen, sondern eher kontraproduktiv. Auch Fußgänger empfinden den gemischten Wegetyp als unsicher und haben lieber einen eigenen, ausreichend breiten Fußgängerweg.

Link zum Stadtratsbeschluss „Standardanforderungen Radverkehr“ auf den Seiten der Fahrradstadt:

https://www.projekt-augsburg-city.de/fahrradstadt/fahrradstadt-im-detail/

 

Antrag Radweg-Auffahrten

                      Augsburg, 01.08.2018

Sehr geehrter Herr Dr. Gribl,

wir stellen folgende Antrag:

Die Bordsteinkanten an allen Radweg-Auffahrten sollen, dem Münchner Beispiel folgend (siehe Anlage), auf 5 mm abgesenkt werden. Dies kann gerne auch durch eine nachträgliche Fräsung geschehen.

Begründung:

Die in Augsburg übliche Bordsteinkante an Radweg-Auffahrten ist mit 30 mm deutlich zu hoch für ein komfortables Auf- und Abfahren. Gerade schräg zu überfahrende Bordstein­kanten stellen bei Feuchtigkeit und Schnee darüber hinaus ein beträchtliches Sturzrisiko dar. Insofern, und in Anbetracht der Münchner Praxis der Bordsteinkantengestaltung an Radweg-Auffahrten, ist das Augsburger Festhalten von 2-3 cm hohen Kanten (siehe Schreiben vom Tiefbauamt, vom 4.07.2017 zu diesem Thema) nicht nachvollziehbar.

  Mit freundlichen Grüßen

Anlagen:

Tiefbauamt-AbsenkungBordsteineHandhabung

Antrag Lechsteg zwischen Haunstetten und Kissing

 

                             Augsburg, 10. Juli 2018

 

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr. Gribl,

die Diskussionen für oder gegen einen Steg für Radfahrer und Fußgänger über den Lech zwischen Haunstetten und Kissing wurden im Rahmen des STEKs wieder aufgenommen.

Wir stellen hierzu folgenden Antrag:

  • Der Vorschlag eines Geh- und Radweges über den Lech zwischen Haunstetten und Kissing wird weiter verfolgt und zeitnah im Ausschuss/Stadtrat behandelt.
  • Die Stellungnahmen aus dem Jahr 2010 müssen überarbeitet und den heutigen Gegebenheiten angepasst werden.
  • Ein entsprechender Grundsatzbeschluss für den Steg muss im Stadtrat neu gefasst werden und im Zuge der Netzplanung der Stadt Augsburg für die Fahrradstadt 2020 umgesetzt werden.

Begründung:

Wir sehen den Lechsteg als konstruktive Maßnahme, das Verkehrsaufkommen im Augsburger Osten/Süden zu reduzieren. Für Pendler nach München (bequeme Zufahrt zum Bahnhof Kissing) als auch für den Freizeitverkehr der Region erschließt dieser Steg viele interessante Ziele und Naherholungsgebiete.

Der Eingriff in die Natur ist kein Argument, da

  • die Zu- und Abwege bereits existieren
  • kein Naturschutzgebiet durchschnitten wird
  • keinerlei Belastungen durch Lärm oder Schadstoffe zu erwarten sind.

Deshalb gehen wir davon aus, dass die 2010 vorgebrachten Bedenken seitens der Naturschutz-verbände im weiteren Planungsverfahren geklärt werden können.

Auch der ADFC hat hierzu bereits Stellung bezogen und sich für die Baumaßnahme ausgesprochen: „Die Position des ADFC ist deshalb – durchaus mit dem Blick auf Mensch und Natur – eindeutig: wir befürworten diese Brücke und wir finden sie notwendig für die weitere Entwicklung des Radverkehrs in der Stadt und in der Region.

Die Position des ADFC ist deshalb – durchaus mit dem Blick auf Mensch und Natur – eindeutig: wir befürworten diese Brücke und wir finden sie notwendig für die weitere Entwicklung des Radverkehrs in der Stadt und in der Region.“

Auch die Einwände, dass die Brücke die Umsetzung des sog. Projektes „Licca Liber“ behindere, sehen wir in diesem Zusammenhang nicht.

 

Antrag: Schnelle und effektive Maßnahmen zur Verbesserung der Situation im Pferseer Tunnel für Fußgänger und Radfahrer

                                Augsburg, 25.04.2018

 

Sehr geehrter Herr Dr. Gribl,

wir beantragen hiermit folgende Maßnahmen zur Verbesserung der Situation im Pferseer Tunnel für Fußgänger und Radfahrer:

  • Tempo 30 im Pferseer Tunnel
  • eine bessere Vermarktung des Fahrradparkhauses
  • einen Abriss der Treppe am Heliocenter

Begründung:

Autos, Busse und LKWs brausen mit bis zu 50 km/h durch den Pferseer Tunnel, die Straßenbahn rattert alle paar Minuten durch. Radfahrer haben die Wahl, für eine schnelle Fahrt den Straßenraum mit den motorisieren Verkehrsteilnehmern zu teilen, oder den für sie freigegebenen Fußweg mit zu nutzen, wofür sich die meisten, zum Leidwesen der Fußgänger, entscheiden. Seit es auf dem Bahnhofsvorplatz und vor dem Nordzugang zum Bahnhof kaum noch kostenlose Radabstellplätze mehr gibt, nutzen etlicher Radler den Gehweg im Tunnel als überdachten Parkplatz.

Viele, die sich ohne schützende Blechhülle durch den Tunnel bewegen, leiden unter dem Lärm und fühlen sich unsicher. „Aus Gründen der Verkehrssicherheit …“ beginnen Schilder, welche die Stadt Augsburg Ende Januar aufgestellt hat. Leider geht es nicht weiter, wie es viele Studien zur Verkehrssicherheit nahe legen würden: „… gilt im Pferseer Tunnel Tempo 30“.

Tempo 30 senkt die Lärmbelästigung spürbar. Bei langsamerem motorisierten Verkehr können Radler auf die Straße wechseln, was wiederum den Fußgängern mehr Raum lassen würde. Viel Nutzen also für wenige Sekunden Zeitverlust bei Motorfahrzeugen.

Stattdessen lautet die Fortsetzung der neuen Schilder „… ist das Abstellen von Fahrrädern verboten!“. Offensichtlich hat dieses Verbot aber keine rechtliche Wirkung, jedenfalls hält sich die tatsächliche Wirkung nach über zwei Monaten in Grenzen, wie sich jeder täglich überzeugen kann. Hier hat die Stadt weder eine freundliche noch eine effektive Art der Kommunikation mit dem Bürger gefunden.

Eigentlich könnten Radler ihr Fahrzeug direkt nach dem Tunnel im neuen Radparkhaus abstellen. Von dessen gut 700 Stellplätzen hat erst knapp die Hälfte einen Mieter gefunden. Dies liegt wohl an den wenig kundenfreundlichen Konditionen: es gibt ausschließlich eine Jahreskarte für 70 € oder eine Monatskarte für 7€, keine Tages- oder Wochenkarten. Es gibt keinen Ansprechpartner direkt vor Ort, nur einen Automaten. Mit etwas Phantasie sollte es gelingen, diesen mit öffentlichen Geldern geschaffenen Parkraum vollständig seiner Bestimmung gemäß zu nutzen: flexiblere Tarife, (gesponserte) Schnupperabos oder ein Sonderrabatt bis zur Bereitstellung kostenloser Parkmöglichkeiten beim im Bau befindlichen Ostzugang zum Hauptbahnhof.

Die Breite des für Radler freigegebenen südlichen Fußweges im Tunnel beträgt 275 cm. Dieser verengt sich durch ein abgestelltes Rad auf etwa 215 cm. Dies liegt sehr nahe an den 230 cm Breite, welche die Treppe am Heliocenter für einen Fußweg plus einen benutzungspflichtigen Radweg übrig lässt. Die Entfernung dieser Treppe würde diese Stelle auf 320 cm verbreitern. Die „Gründe der Verkehrssicherheit“, die im Tunnel gelten, müssen wenige Meter weiter in Richtung Bahnhof auch gelten. Daher muss die Treppe weg. Für den Fluchtweg des Heliocenters findet sich gewiss eine bessere Alternative.

Antrag Abbiegepfeil für Radfahrer

Logo_politwg                                                                                   Augsburg, 6. Mai 2015

Sehr geehrter OB Dr. Gribl,

Antrag

Die Stadt Augsburg setzt sich dafür ein, dass sich der Deutschen Städtetag beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur für fahrradfreundliche Lichtsignalanlagen (wie der Kanton Basel-Stadt es seit 2013 im Rahmen eines Pilotversuchs durchführt) ausspricht.

Den ganzen Antrag Abbiegepfeil lesen.