Kategorie-Archiv: Anträge

Anträge, die die Ausschussgemeinschaft im Stadtrat von Augsburg gestellt hat

Dringlichkeitsantrag zum TOP 5 BER/19/03813 Ledvance-Gelände; Vorkaufsrecht NÖ im Stadtrat am kommenden Donnerstag, den 28.11.2019

                         Augsburg, 27.11.2019

 

Sehr geehrter Herr Dr. Gribl,

der zur Stadtratssitzung am 28.11.2019 vorgelegte Bericht BER/19/03813 konkretisiert die Modalitäten des Verkaufs des Ledvancegeländes.

Dabei ist entscheidend, dass die Altlastenbeseitigung der Verkäufer trägt, womit das Kaufpreisrisiko und damit die bisherige Einschätzung einer „blackbox“ entfällt.

Auf der Basis des anvisierten Kaufpreises rechnen die Käufer mit einer Bruttogeschoßfläche von 60.000 m². Damit kalkulieren sie mit einem Preis/m² BGF von 666,66 Euro. Dies entspricht etwa einem Preis/m² Nettowohnfläche von 833,33 Euro. Dieser Preis ist im Vergleich zur derzeitigen Marktsituation günstig.

Derzeit werden am Immobilienmarkt Preise/m² Nettowohnfläche von 1.200 – 1.500 Euro bezahlt. Die Tendenz ist, angesichts der Wohnungsnot, steigend.

Die Käufer beabsichtigen das Areal gemeinsam mit der Stadt zu entwickeln um damit eine profitable Wertsteigerung zu erreichen, die beim Weiterverkauf gute Spekulationsgewinne sichert. Damit werden die Preise auf dem Wohnungsmarkt in die Höhe getrieben.

Bei Ausübung des Vorkaufsrechts durch die Stadt Augsburg besteht aufgrund der Planungshoheit der Stadt die Möglichkeit, die Wohnflächen-Ausnutzung ohne Auswirkungen auf den Kaufpreis zu erhöhen. Ein Kostenrisiko besteht also nicht.

Mit Hinsicht auf die Stabilisierung des Wohnungsmarktes und die unabhängige und eigenständige Entwicklung des Areals empfehlen wir dringend, unter den gegebenen Bedingungen, das Vorkaufsrecht in Anspruch zu nehmen.

Die vorgelegte negative Stellungnahme der Regierung von Schwaben ist in keiner Weise nachvollziehbar, da bei diesen Konditionen und unter dem Gesichtspunkt, dass der Finanzierung mit bis zu 0% Zinsen, sichere Immobilienwerte gegenüber stehen. Die KFW bietet sogar schon Kredite mit Negativzins an.

Die Stadt Augsburg verfügt mit der eigenen Wohnbaugesellschaft über einen Partner mit hoher Bonität, der in der Lage ist, ein solches Projekt professionell umzusetzen.

Wir stellen somit den Dringlichkeitsantrag, vom Vorkaufsrecht für das Ledvance-Gelände Gebrauch zu machen.

 

Mit freundlichen Grüßen

Antrag zum Thema Mobilfunkstandard 5G

                                                                               Augsburg, 14.09.2019

 

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr. Gribl,

vor kurzem wurden von der Bundesregierung die Betreiberlizenzen für den neuen Mobilfunkstandard 5G versteigert. Wie schon bei der Einführung und dem Betrieb der „alten“ Mobilfunktechnologien wurde auch dieses Mal seitens der Betreiber keinerlei Grundlagen-forschung betrieben, um die medizinische Unbedenklichkeit der Technologie für Menschen und Tiere nachzuweisen (Technikfolgenabschätzung). Für die Bundesregierung reicht es scheinbar, dass die zukünftigen Betreiber erst einmal einen Kaufpreis von 6,6 Milliarden Euro für die 5G-Mobilfunk-Lizenzen bezahlt haben.

Derzeit ist aber noch nicht einmal klar, wofür man 5G überhaupt benutzen soll. Die derzeitigen Drahtlos-Technologien reichen für normale Anwendungen schließlich bei weitem aus. So war 5G bisher auch immer als interne Nischenanwendung für die Industrie angekündigt. Seit der Internationalen Funkausstellung in Berlin Anfang September sind aber nun bereits erste Anbieter mit 5G-Mobilfunk-Endgeräten für Privatkunden auf dem Markt. Die Anbieter erhoffen so scheinbar die Kosten für die Lizenzen über den Breitenmarkt wieder einspielen zu können. Dass bisher nur in einigen wenigen Orten überhaupt 5G Sendeanlagen installiert sind scheint da eher zweitrangig.

Dass praktisch noch keinerlei sinnvolle Anwendungen existieren, die auf 5G angewiesen wären, beweist ein Förderprogramm, das vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) aufgelegt wurde: Es „soll die Erprobung von 5G-Anwendungen unter realen Bedingungen ermöglichen. Auf diese Weise sollen potenzielle Nachfrager und Anbieter von innovativen 5G-Mobilfunklösungen zusammengeführt und die Potenziale des öG-Mobilfunks vor Ort sichtbar gemacht werden.“ Und dafür gibt der Staat dann sage und schreibe 66 Millionen Euro aus (nachzulesen unter https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/ArtikeI/DG/5g-mobilfunk-zukunft.htm|).

Die ÖDP steht der Einführung der 5G-Technologie sehr kritisch gegenüber. Dies hat mehrere Gründe: so wird z.B. der Frequenzbereich für die 5G-Technologie sehr viel höher liegen als bei den bisherigen Mobilfunkstandards. Damit sinkt aber die Reichweite der Signale und damit muss die Dichte der Sendeanlagen (Basisstationen) oder aber die Sendeleistung erhöht werden. Beides bringt natürlich dann auch eine höhere Strahlenbelastung für Mensch und Umwelt mit sich. Zudem wird die Strahlung in diesem Frequenzbereich von Körpern (also Mensch, Tier und
auch Pflanze) stärker absorbiert. Damit einher gehen dann natürlich auch weit intensivere Auswirkungen auf deren Struktur. Es gibt zwischenzeitlich schon für die „alten“ Drahtlos-Technologien genügend ernst zu nehmende wissenschaftliche Studien, die eine eindeutige gesundheitliche Schädigung durch die verwendete Mikrowellenstrahlung nachweisen. Deshalb warnen die Hersteller von Mobilfunkendgeräten (wie z.B. Apple beim iPhone 7) ja auch davor, das Handy beim Telefonieren ans Ohr zu halten: hier sei die Strahlenbelastung zu hoch. Man
empfehle ein kabelgebundenes Headset zu benutzen! Das soll natürlich nur möglichen Schadensersatzforderungen seitens der Nutzerjuristisch vorbeugen. Den von der SPD-Stadtratsfraktion in diesem Zusammenhang eingebrachten Antrag vom 23.08. 2019, der die VenNaltung der Stadt Augsburg beauftragen will, sich um eine Förderung im Rahmen des oben angesprochenen BMVI-Programms zu bewerben, lehne ich bis zur Klärung der  Unbedenklich-keit der 5G-Strahlung deshalb ab. Ich halte es in hohem Grad für unverantwortlich, hier in Augsburg einen Feldversuch auf Kosten der Gesundheit unserer MitbürgerInnnen zu veranstalten.

Ich bitte Sie, mir mitzuteilen, wann und in welchem Gremium über den angesprochenen Antrag (Kopie liegt bei) abgestimmt wurde oder wird und wie ggf. das Abstimmungsergebnis lautete.
Die ÖDP hat sich bei einer Kundgebung am 7.9. 2019 auf dem Augsburger Königsplatz unter reger Beteiligung mehrerer mobilfunkkritischer Gruppen gegen die flächendeckende Einführung des 5G-Standards als neue Mobilfunktechnologie ausgesprochen. Wir werden auch an der bundesweiten Demo und Mahnwache gegen 5G am 22.09. 2019 in Berlin teilnehmen, wo – wie auch in Augsburg – der ÖDP-Europaabgeordnete und Physiker Prof. Dr. Klaus Buchner über die Folgen der 5G-Strahlung sprechen wird. In Augsburg müssen wir uns als Stadtrat und auch innerhalb der Stadtgesellschaft die Frage stellen, ob wir die Kommerzinteressen der
Industrie hier einfach kritik- und widerstandslos unterstützen, auch wenn dies auf Kosten unser aIIer Gesundheit erfolgen sollte.
Dem Recht auf körperliche Unversehrtheit der Bürgerinnen und Bürger kommt allerhöchste Bedeutung zu. Deshalb hat die Verwaltung dafür Sorge zu tragen, dass gesundheitsverträgliche Lebensbedingungen in der Stadt gewährleistet sind. Auch Menschen, die unter der zunehmenden Strahlungsbelastung leiden, müssen in Augsburg weiterhin wohnen bleiben können. Hierbei sollte insbesondere eine Trennung der außerhäuslichen und innerhäuslichen Mobilfunkversorgung geprüft werden, damit nicht unweigerlich alle Menschen der gleichen Strahlungsintensität ausgesetzt werden, auch wenn sie dies nicht wünschen. In öffentlichen
Einrichtungen sollte als Alternative zu WLAN und/oder 5G die Verwendung von Lichttechnik (VLC/LiFi) in Kombination mit einem Glasfaserausbau geprüft werden.

Ich stelle darüber hinaus folgenden Antrag:
Die Verwaltung der Stadt Augsburg wird beauftragt, die nachfolgend aufgeführten Fragestellungen (1 mit 11) zu beantworten und die Antworten zeitnah der Öffentlichkeit und dem Stadtrat zu präsentieren, spätestens jedoch in der Oktobersitzung 2019 des Augsburger Stadtrates:

  1. Ist die Einführung des neuen Mobilfunkstandards 5G auch im Bereich der
    Stadt Augsburg vorgesehen?
  2. Ist hierfür schon ein Zeitplan vorhanden?
  3. Welche Anbieter werden für die Infrastruktur von 5G verantwortlich sein?
  4. Werden für die Infrastruktur von 5G die bisherigen Mobilfunkstandorte weiter
    genutzt?
  5. Wie viele neue Standorte werden für eine optimale Nutzung von 5G innerhalb
    des Stadtgebiets notwendig sein?
  6. Beabsichtigt die Verwaltung, Teilbereiche des Stadtgebiets als sensible
    Bereiche auszuweisen (z.B. Kitas und Schulen) in denen keine Sendeanlagen
    stehen werden?
  7. Kann die Stadtverwaltung möglichen Gesundheitsrisiken von 5G
    ausschließen? Falls ja, wie wird hier der Nachweis geführt?
  8. Wie beurteilt die Verwaltung die Auswirkungen von 5G (von den
    Mobilfunkmasten ausgehende Strahlung) auf die Bevölkerung und die Natur?
  9. Ist es geplant, von den Betreibern von 5G eine rechtlich verbindliche
    Unbedenklichkeitsbescheinigung bezüglich der Auswirkungen auf Mensch und
    Natur zu fordern?
  10. Wer übernimmt bei schädlichen Auswirkungen auf Mensch und Natur
    juristisch die komplette Verantwortung (incl. Verpflichtung zum
    Schadensersatz)?
  11. Wie und wann wird die Verwaltung die Bürgerinnen und Bürger über die
    weiteren Verfahrensweisen im Zusammenhang mit der Einführung von 5G
    informieren?

Mit freundlichen Grüßen

Christian Pettinger,
Stadtrat (ÖDP)

Dringlichkeitsantrag zur Sanierung der Eichleitnerstraße (BSV/19/03190) für den kommenden Stadtrat am 25.07.2019

                                                                                         Augsburg, 22.07.2019

 

Sehr geehrter Herr Dr. Gribl,

wir stellen folgenden Dringlichkeitsantrag zur Sanierung der Eichleitnerstraße (BSV/19/03190) für den kommenden Stadtrat am 25.07.2019:

Punkt 2 im Beschlussvorlag lautet:

„Die Bauverwaltung wird beauftragt, die Radverkehrsanlagen in der Eichleitnerstraße im Rahmen der jetzt anstehenden Sanierung gem. dem Bestand fortzuführen.“

Dies ist widersprüchlich, da die neuen Planungen mit der Errichtung von zwei Signalanlagen an den betroffenen Kreuzungen eine Umplanung vom beschriebenen Bestand vorsehen. In der Führung der Fuß- und Radwege bedeutet dies eine noch weitere Verschlechterung der ohnehin dürftigen Situation für Fußgänger und Radfahrer in der Eichleitnerstraße. So wird künftig der getrennte Geh- und Radweg auf der Westseite streckenweise aufgehoben

Es besteht somit Klärungsbedarf zur neu geplanten Radwegeführung und bitten insbesondere folgende Punkte zu beantworten, um die Abweichungen zu den 2015 beschlossenen Standardanforderungen BSV/15/03039 „Fahrradstadt 2020 – Standardanforderung an Radverkehrsanlagen der Stadt Augsburg“ der Eichleitnerstraße als „IR III“ darzustellen:

  • Kommen die in der BSV/15/03039 grundsätzlich ausgeschlossene Formen der Radverkehrsführung vor, wie „Kombinierter Fuß- und Radweg“ oder für den Radverkehr freigegebene Gehwege (BSV/15/03039, S. 4)?
  • In der BSV heißt es: „Die zur Verfügung stehenden Breiten entsprechen im Bestand zwar den Regelanforderungen, jedoch nicht den Standardanforderungen an Radverkehrsanlagen in Augsburg, die im Rahmen des Projektes Fahrradstadt vorgesehen werden sollen.“

In den Standard- wie Regelanforderungen wie sie 2015 beschlossen wurden, dürfen auf einer innergemeindlichen Radhauptverbindung (IR III) keinerlei kombinierte Fuß- und Radwege existieren. Also kann weder der Bestand, noch der fortgeführte Bestand den Regelanforderungen entsprechen. (siehe Anlage)

  • Auch die „ERA“ (Empfehlungen für Radverkehrsanlagen) wird nicht erfüllt, hier gibt es das Mindestmaß von kombinierten Fuß- und Radwegen in der Größenordnung ≥ 2,50 m – und nicht wie die in der BSV erwähnte „durchschnittliche Breite“. Wird diese somit auch nicht erfüllt?
  • Wie lässt sich die künftige Wegeführung auf die Verkehrssicherheit von Fußgängern und Radfahrern mit der VwV-StVO Vorschrift in Einklang bringen?
    Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrsordnung StVO-VwV; zu den §§ 39 bis 43 Allgemeines über Verkehrszeichen und Verkehrseinrichtungen, Randziffer 5 wird ausgeführt: „Die Flüssigkeit des Verkehrs ist mit den zur Verfügung stehenden Mitteln zu erhalten. Dabei geht die Verkehrssicherheit aller Verkehrsteilnehmer der Flüssigkeit des Verkehrs vor.

Müssten demnach nicht die Radfahrer von der kombinierten Gehwegbenutzung befreit werden und die Straße nutzen?

Mit freundlichen Grüßen

O. Nowak

Anlage:

Antrag zur BSV/18/01855 im Umweltausschuss vom 15.07.2019: Freilaufflächen für Hunde am Südende des Siebentischparkes und Einführung einer Leinenpflicht im Naturschutzgebiet „Stadtwald Augsburg“

                               Augsburg, 08.07.2019

 

Sehr geehrter Herr Dr.Gribl,

wir stellen den Antrag, die Beschlussvorlage BSV/18/01855 (Leinenzwang) von der
Tagesordnung des Umweltausschusses vom 15.07.2019 zu nehmen.

Begründung:

Der Sachverhalt wurde bereits im Jahr 1999/2000 unter der damaligen Stadtregierung
behandelt und ein Beschluss des Umweltausschusses ausgesetzt. Hierzu hat die Regierung
von Schwaben mit Schreiben vom 25.05.2000 eine klare Stellungnahme gegen die
Einführung einer Leinenpflicht abgegeben.

Anlage:

Anhang zum Antrag v. 08.07.19 Leinenzwang reg.v.Schw.2000-05-25

Anlage zum Antrag Leinenzwang_BSV an Stadtrat 1999-12-10-1

Änderungsantrag zu TOP 5 Umweltausschuss, BER/19/03181 Schwarze Liste Baumschutz

                                                                      Augsburg, 9.07.2019

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr. Gribl,

in der Sitzung des Umweltausschusses der Stadt Augsburg am Montag, den 15.7.2019 wird unter TOP 5 ein Bericht zur Einführung einer „Schwarzen Liste“ zum Baumschutz gegeben. Dieser Bericht liegt bereits mit den Unterlagen zur Sitzung in schriftlicher Form vor (BER/19/03181). Hierin wird Bezug genommen auf einen Antrag der Grünen, der die Einführung einer „schwarzen Liste“ zur Aufnahme von Firmen vorsieht, die bei Arbeiten in Augsburg durch die Beschädigung von Bäumen negativ auffällig wurden. Nachdem ich auch selbst in der Vergangenheit mehrfach in den Sitzungen des Umweltausschusses die Einführung einer solchen Liste gefordert habe melde ich mich nun zu diesem Thema ebenfalls zu Wort.

Der vorgelegte Bericht kommt aufgrund eines Rechtsgutachtens (Anlage 2 des Berichts) zu dem Schluss, dass ein Schwarzbuch – so wie von den Grünen beantragt – nicht eingeführt werden könne. Dieser Schlussfolgerung kann ich nicht folgen: im Gegenteil: ich sehe die Einführung eines Schwarzbuches durch die Ausführungen des Rechtsgutachtens eher unterstützt: so wird zur Ziffer 1 die genau rechtliche Grundlage erklärt, nach der eine Firma von öffentlichen Aufträgen zukünftig ausgeschlossen werden kann, wenn bei der Durchführung eines Auftrages
nachweislich gegen geltende umwelt- rechtliche Verpflichtungen verstoßen“ wird. Und die Baumschutzverordnung der Stadt Augsburg ist eine geltende umweltrechtliche Verpflichtung, die Unternehmen einzuhalten haben, wenn sie hier arbeiten.

Zu Ziffer 2 wird ausgeführt, dass man eine Auftragssperre nicht — wie von den Grünen gefordert — über 5 Jahre verhängen dürfe. Vielmehr könne man die Unternehmen lediglich 3 Jahre lang von Aufträgen ausschließen. Ja dann hindert uns doch aber auch nichts daran, die Frist auf drei Jahre festzulegen.

Zu Ziffer 3 wird erklärt, dass ein Unternehmen durch „ausreichende Selbstreinigungsmaß-nahmen“ die Auftragssperre vorzeitig gelöscht bekommen kann. Hierbei komme dem öffentlichen Auftraggeber aber ein Beurteilungsspielraum zu, ob die ergriffene Maßnahme ausreichen wäre. Da ist dann ja das Schulungsangebot durch das AGNF als eine mögliche solche Maßnahme zu sehen. Insofern bestätigt das eigentlich wieder den ursprünglichen Antrag.

Dass dann nach Ziffer 4 die „Schwarze Liste“ nicht an dritte weitergegeben werden könne, angeblich wegen „des sog. Diskriminierungsverbotes und aus datenschutzrechtlichen Gründen“, ist eine Rechtsmeinung, die man haben kann, die aber erst mal einer gerichtlichen Prüfung standhalten müsste. Aber aus meiner Sicht kann auf eine Veröffentlichung der Liste verzichtet werden, wenn sie wirklich auch von allen Beteiligungen, Referaten und Ämtern der Stadt gepflegt und beachtet wird.
Erfolgt keine Veröffentlichung, muss natürlich die jeweils von Auftragssperre betroffene Firma benachrichtigt werden, um sich „selbstreinigen“ zu können.

Ich stelle daher folgenden Änderungsantrag:

Der Antrag der Grünen vom 10.05. 2017 wird dem Umweltausschuss und dem Stadtrat mit folgenden Änderungen zur Beschlussfassung vorgelegt:

In Punkt 2 wird der Wortlaut von „werden für 5 Jahre gesperrt“ in „werden für 3 Jahre
gesperrt“ geändert.

In Punkt 3 werden hinter „durch das AGNF“ die Worte „oder eine vergleichbare
Maßnahme“ eingefügt.

Der Punkt 4 entfällt und derjetzige Punkt 5 wird zu Punkt 4 und bleibt aber
unverändert.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Pettinger

Antrag Fischtreppe am Hochablass

                                    Augsburg, 9.07.2019


Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr. Gribl,

hiermit stelle ich folgenden Antrag:

Die Fischtreppe am Hochablasskraftwerk inklusiver aller notwendigen Außenanlagen soll bis zur Kanu-WM 2022 fertig gestellt sein.

Begründung:

Bis 2022 soll das Olympiagelände und die Kanustrecke in der Nähe des Hochablasses saniert werden. Im Zuge dieser Sanierung und dieses Ereignisses, bei dem die Welt zu Gast in Augsburg sein wird, ist es wünschenswert, dass der Hochablass auf der Ostseite nicht immer noch wie eine Baustelle aussieht. Auch im Zusammenhang mit der Weltkulturerbe­bewerbung um den Titel einer Stadt des Wassers, befremdet diese offene Wunde im Augsburger „Wassermanagement“ sehr.

Darüber hinaus ist festzustellen, dass die Fertigstellung dieser Fischtreppe schon seit Jahren auf sich warten lässt, was auch aus der Perspektive der im Wasser lebenden Tiere weniger als suboptimal ist.

Mit freundlichen Grüßen

Regina Stuber-Schneider, Stadträtin

Antrag: Inninger Friedhof

                                                             Augsburg, 8.07.2019

 

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr. Gribl,

hiermit stelle ich folgenden Antrag:

Die Friedhofsverwaltung des Inninger Friedhofs muss ihrer Wartungspflicht nachkommen und den Raum zwischen den Gräbern von Unkraut freihalten, insbesondere dann, wenn die Grabstelle aufgelassen ist.

Begründung:

Jeder Grabbesitzer zahlt Gebühren und hat ein Recht darauf, dass der Raum um sein Grab auch gepflegt wird.

Mit freundlichen Grüßen

Regina Stuber-Schneider

Änderungsantrag TOP 4 der Entwurf einer Neuformulierung der Baumschutzverordnung (BSVO), BSV/19/03242

                                                                  Augsburg, 07.07.2019

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr. Gribl,

in der bevorstehenden Sitzung des Umweltausschusses am 15.07. 2019 wird unter TOP 4 der Entwurf einer Neuformulierung der Baumschutzverordnung (BSVO) für die  Stadt Augsburg beraten und beschlossen (BSV/19/03242).

Unter §1 Abs. 4 werden schon in der bisher geltenden Formulierung der BSVO diejenigen Fälle aufgelistet, in denen Gehölze nicht durch die BSVO geschützt  werden. Der Satz 4 stellt fest, dass „Gehölze in Gartenparzellen von Kleingartenanlagen“ nicht geschützt seien. Dies stellt in meinen Augen einen klaren Verstoß gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz dar: warum müssen sich KleingartenbesitzerInnen nicht an die Baumschutzverordnung halten, alle anderen
GartenbesitzerInnen aber schon? Dies ist nicht einzusehen.
Im Übrigen stellen die  Kleingartenanlagen einen nicht unerheblichen Anteil am Augsburger Stadtgrün und es steht daher im öffentlichen Interesse, die Gehölze dort ebenso zu erhalten, wie auf allen anderen Grünflächen auch.

Ich stelle daher folgenden Änderungsantrag:

Der Satz 4 des §1 Abs. 4 entfällt im vorgelegten Entwurf für die Augsburger Baumschutzverordnung (BSV/19/03242).

Mit freundlichen Grüßen

Antrag: Verwaltung soll ein Konzept zur Einführung eines fahrscheinlosen ÖPNV erarbeiten

                                                                                                     3.07.2019

 

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

hiermit stelle ich folgenden Antrag: Die Verwaltung wird beauftragt, die erforderlichen Schritte zu erarbeiten, um den Öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) in Augsburg auf fahrscheinlosen ÖPNV auf allen Linien sicherzustellen.

Dies umfasst unter anderem:

  • Prognose des zu erwartenden Fahrgastaufkommens bei fahrscheinloser Nutzung
  • Erarbeitung angepasster Linienfahrpläne
  • Bedarfsplanung und ggf. Finanzierungskonzept für die Erweiterung des Fuhrparks an Bussen und Straßenbahnen
  • Erstellung eines Konzepts zur Refinanzierung der Einnahmeausfälle aus dem bisherigen Ticketverkauf

Begründung:

Augsburg droht, im Autoverkehr zu ersticken. Wir wollen ein lebenswertes Augsburg mit sauberer Luft und attraktiven Alternativen zum Auto. Eine kräftige Steigerung der Nutzungszahlen des ÖPNV ist die unabdingbare Voraussetzung dafür. DIE LINKE Augsburg hat die Augsburger Bürgerinnen und Bürger befragt, welche Konzepte sie sinnvoll fänden, um den ÖPNV attraktiver zu machen und was sie dazu bewegen würde, den ÖPNV stärker zu nutzen. Eine überwältigende Mehrheit hat sich dabei für einen fahrscheinlosen ÖPNV ausgesprochen.

Fahrscheinloser ÖPNV sorgt dafür, dass weniger motorisierter Individualverkehr – sowohl ruhend als auch fahrend – die Stadt verstopfen wird. Den so gewonnenen Platz können Fußgänger*innen und Radfahrer*innen nutzen. Das wird zu einem völlig neuen und attraktiven Stadterlebnis für Alle führen.

Antrag Änderung der Satzung zur Durchführung von Bürgerbegehren

                  Augsburg, 03.06.2019

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

wir stellen hiermit folgenden Antrag:

Die Stadt Augsburg soll den § 9 ihrer Satzung zur Durchführung von Bürgerbegehren und Bürgerentscheiden in der Stadt Augsburg wie folgt ändern:

§ 9  Tag und Dauer des Bürgerentscheids

(1) 1Der Bürgerentscheid findet an einem Sonntag statt. 2Das Datum wird vom Stadtrat festgesetzt. 3Mehrere Bürgerentscheide am selben Tag sind möglich.

(2) Die Abstimmung dauert von 8.00 Uhr bis 18.00 Uhr.

(3) Bei der Festsetzung des Abstimmungstages gilt Art 10 GLKrWG entsprechend.

 

Begründung

Der § 9 der aktuell beschlossenen Satzung Augsburgs sieht vor, dass Wahltage nicht als Abstimmungstage für Bürgerbegehren und Bürgerentscheide in Frage kommen. Dies ist aus Gründen der Kostenersparnis und des Mehraufwands für Verwaltung und Bürger nicht nachvollziehbar.

Deswegen sollte aus grundsätzlichen Erwägungen heraus, der bislang fehlende Hinweis auf die gesetzliche Ausnahmeregelung in der Satzung Aufnahme finden:

Art. 10

Zusammentreffen mehrerer Wahlen und Abstimmungen

(1) 1Am Tag einer Bezirkswahl, Landtagswahl, Bundestagswahl, Europawahl, einer Abstimmung über einen Volksentscheid oder während der Eintragungsfrist für ein Volksbegehren dürfen keine Gemeinde- oder Landkreiswahlen oder sonstige Abstimmungen stattfinden. 2Am Tag einer Gemeinde- oder Landkreiswahl dürfen keine sonstigen Abstimmungen stattfinden.

(2) 1Ausnahmen bedürfen der Zustimmung des Staatsministeriums des Innern, für Sport und Integration. 2Sie können zugelassen werden, wenn gegen die Durchführbarkeit der Wahl oder der Abstimmung keine Bedenken bestehen und eine Beeinflussung der Wahl oder der Abstimmung nicht zu befürchten ist.