Kategorie-Archiv: Anfragen

Anfrage Fuggerstr. 12

                               Augsburg, 13.07.2018

 

Sehr geehrter Herr Dr. Gribl,

wir stellen folgende Anfragen zum Verkauf des städtischen Anwesens Fuggerstraße 12 (GRU/17/00729):

  • Wie vielen und welchen Interessenten ist dieses Anwesen zum Kauf angeboten worden?
  • Gab es ein ordentliches Bieterverfahren für dieses Objekt?
  • Auf welcher Basis wurde der Kaufpreis festgesetzt?
  • Wir möchten gerne eine Gegenüberstellung der Einnahmen durch den Verkauf und den Ausgaben für die durch den Verkauf notwendig gewordenen neuen Interimsstätten für das Theater. Nur durch diese Gegenüberstellung kann deutlich werden, ob der Verkauf der Fuggerstr. 12 wirtschaftlich bzw. unwirtschaftlich war?

Nach unseren Berechnungen stellt sich die Sache der Interimsnutzung der Fuggerstraße 12 und ihr Verkauf und die dadurch nötig gewordenen neuen Interimslösungen, wie folgt dar:

  Einnahmen Ausgaben
Verkauf Fuggerstr. 12
GRU/17/00729
2.716.440 €  
Herrichten der Fuggerstraße zur Interimsnutzung
BSV/17/00727
  296.150,70 €
Anmietung Feldstr 2 statt Stadtarchiv bis Juli 7/2025 BSV/17/01251   1.084.997 €*
Umbau Feldstr 2, inkl. Umzug und Planungskosten, BSV/17/01251,   855.000 €
Umbau Feldstr 2, wird teurer, BSV/18/01732   366.000 €
Imhofstraße, Miete für 15 Jahre BSV/18/01590   1.736.100 €
Imhofstraße, Umbaukosten BSV/18/01590 (Umlage auf Miete)   322.444,80 €
Imhofstraße, Maklercourtage BSV/18/01590   28.720,65 €
Rückbau Feldstraße nach Ende der Nutzung (geschätzt)   349.000 €
Gesamt 2.716.440 € 5.038.413,15
GuV – 2.321.973,15 €

* nach eigenen Berechnungen, da in der BSV die Anlage 1 „finanzielle Auswirkungen“ fehlt, obwohl sie nachgereicht werden sollte.

In dieser Rechnung sind die Kosten für den nötig gewordenen Umzug in die Imhofstraße noch nicht einberechnet.

  • Sind diese Berechnungen korrekt?

 Mit freundlichen Grüßen

 

Anfrage Schulinterimslösungen und Fuggerstr. 12

                                     Augsburg, 26.06.2018

 

OB Dr.Kurt Gribl
Rathausplatz1
86150 Augsburg
26.06.2018

Ich bitte um Bericht zu folgendem Sachverhalt:

Seit 2009 werden die Räume der ehemaligen Stadtbücherei an der Schaezlerstraße als
Interimsklassenräume für das Maria-Theresia- und das Peutinger-Gymnasium genutzt.
Die ehemalige Stadtbücherei ging 2012 mit der Staatsbibliothek in die Obhut des Freistaats
Bayern. Damit war damals schon klar, dass das Gebäude nicht mehr lange als
Interimslösung für Klassen des Peutinger- und Maria-Theresia-Gymnasiums verfügbar sind.
2016 wurde für den EnNeiterungsbau der Staatsbibliothek ein Architektenwettbewerb
durchgeführt. Dabei hat das staatliche Hochbauamt angekündigt, mit dem Neubau 2018 zu
beginnen. Der Abriss der ehemaligen Stadtbibliothek ist 2019 geplant.

In der Stadtratssitzung am 21.12.2017 wurde mehrheitlich beschlossen, das Archivgebäude
in der Fuggerstraße 12 mit ca. 2000m2 zu verkaufen. Der dabei erzielte Kaufpreis wird durch
Umzugs- ,Umbau-, und Mietkosten mittelfristig völlig aufgebraucht. Auf eine
Nachhaltigkeitsprüfung wurde verzichtet.

Beim Peutinger Gymnasium denkt das Hochbauamt seit 2016 erfolglos über eine
Interimslösung für die Interimslösung in der alten Stadtbücherei nach. Auch das Maria-
Theresia-Gymnasium verliert ihre Interimsräume in der alten Stadtbibliothek.

Für das Peutinger-Gymnasium wird ein Flächenbedarf von 248m2 bis 852m2 angegeben mit
nicht dargestelltem Finanzbedarf. Dieser dürften jedoch mindestens bei 2,5Mio Euro liegen.
Für das Maria-Theresia-Gymnasium wird ein Flächenbedarf von ca. 3502 angegeben mit
Gesamtkosten von 2,5Mio Euro.

Das Gebäude Fuggerstraße 12 hätte sich ideal für die Unterbringung der Klassenräume
beider Schulen geeignet. Eine dafür notwendige Investition wäre weit unter den jetzt
geplanten Kosten gelegen.

1. Wurde das Schulreferat über den Verkauf der Fuggerstraße 12 in Kenntnis gesetzt?
2. Weshalb wurde angesichts des lange bekannten Schulnotstandes das Gebäude
Fuggerstraße 12 verkauft und nicht dort die nötigen Klassenräume untergebracht?

Anfrage Pegida München Kundgebung – Genehmigung

                               Augsburg, 27.06.2018

Sehr geehrter Herr Dr. Gribl,

wir stellen folgende Anfrage:

Laut BER/18/01893 „Bundesparteitag der AfD in Augsburg. Demonstrationen und Kundgebungen“ für den Stadtrat am kommenden Donnerstag, hat die Pegida München e.V. zwei Kundgebungen vom 30.06.2018, 12:00 Uhr – 00:00 Uhr und am  01.07.2017, von 00:00 Uhr – 22:00 Uhr angemeldet und wohl auch genehmigt bekommen.

  • Wie kann es sein, dass eine 34 stündige Kundgebung, respektive eine am 30.06. bis 00:00 Uhr und eine am 01.07. ab 00:00 Uhr genehmigt wird?
  • Wie sieht es hier mit Fragen der Ruhestörung aus?
  • Wo ist diese Kundgebung genehmigt?
  • Wieviel Polizei wird diese Kundgebung die ganze Nacht hindurch begleiten?

Mit freundlichen Grüßen

Anfrage Kundgebungsgenehmigungen

                                                                                       Augsburg, 27.06.2018

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr. Gribl,

DIE LINKE stellt folgende Anfrage:

Hat das Ordnungsamt für die Genehmigungen aller der im BER/18/01893 “Bundesparteitag der AfD in Augsburg“ genannten Kundgebungen und Infotische etc. Stellungnahmen vom Tiefbauamt, der Polizei, der Feuerwehr und dem OB Referat vorliegen?

Mit freundlichen Grüßen

Otto Hutter

Anfrage zu den Auswirkungen der Schuldenbremse für die Länder auf die Kommunen ab 2020

Stadtrat Alexander Süßmair                                                                                   Augsburg, 27.06.2018

 

Sehr geehrter OB Dr. Gribl,

bitte beantworten Sie mir folgenden Fragen:

Im Jahr 2020 wird die Schuldenbremse auch für die Bundesländer gelten. Zwar folgt aus der föderalen Haushaltsautonomie, dass die Länder selbst bestimmen, wie sie Art. 109 GG umsetzen, jedoch sind sie nach Art. 143d Abs. 1 GG verpflichtet, ihre Haushalte so aufzustellen, dass dem Konsolidierungsziel der grundsätzlichen Nullneuverschuldung im Haushaltsjahr 2020 entsprochen wird.

Wird diese Regelung, die 2020 einsetzten wird, Auswirkungen auf die Finanzen der bayerischen Kommunen, insbesondere auch auf Augsburg, haben?

Mit welchen Konsequenzen ist durch die Schuldenbremse für Augsburg zu rechnen?

Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen

Alexander Süßmair

Kauf/Rückkauf Teilfläche Schulgrundstück Wittelsbacher Volksschule, Elisenstraße

                           Augsburg, 21.05.2018

Sehr geehrter Her Dr. Gribl,

nach Informationen wurde eine Teilfläche des Schulgrundstücks der Wittelsbacher
Volksschule an der Elisenstraße verkauft und dann wieder zurückgekauft.

Nach dem Abverkauf sollte dort ein Mehrfamilienhaus gebaut werden.
Eine Baugenehmigung wurde erteilt.

Trifft dies zu?

Wenn ja — zu welchem Preis wurde das Grundstück verkauft und zu welchen wieder
erworben?

Anfrage zur Vergabe von Wohnungen

                          Augsburg, 17.05.2018
Sehr geehrter Herr Dr. Hoppe,

zur Vergabe von Wohnungen der Wohnbaugruppen bitten wir Sie um Beantwortung folgender Fragen:

– Gibt es Vergaberichtlinien bei der Vermietung der Wohnungen der Wohnbaugruppe?

– Wenn ja, welche Kriterien liegen hier zugrunde?

– Wer hat diese Vergaberichtlinien festgelegt?

Vielen Dank für Ihre Mühe.

Anfragen zum Prüfbericht des Eigenbetriebes Theater

                         Augsburg, 16.05.2018

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr. Gribl,

zur BSV/18/01650 und dem dort enthaltenen Prüfbericht zum Jahresabschluss 31.08.17 des Eigenbetriebes Theater Augsburg (III. Unregelmäßigkeiten) bitten wir um Beantwortung folgender Fragen:

– Wie kann es sein, dass bestehende Vorschriften zur Kassenführung beim Theater Augsburg nicht eingehalten wurden?

– Welche Anweisung regelt die Höchstgrenze für Bargeldbestände?

– Warum sind die Anweisungen zur Kassenführung den Mitarbeitern nicht bekannt?

– Warum wird ein Softwareprogramm verwendet, das anscheinend nicht revisionssicher ist?

– Warum gibt es kein Vier-Augen-System? Lt. Prüfbericht des Wirtschaftsprüfers ist ein Abgleich mit der Werkleitung nicht erfolgt.

– Welche Stelle ist für die Kontrollverantwortung zuständig?

– Warum wurde die Kasse des Theaters mehr als 10 Jahre nicht geprüft?

– Die Auswertungen aus dem Kassensoftwaresystem liegen nicht lückenlos vor. Wie kann es sein, dass die bisherige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft „Bavaria Treu“ diese Unregelmäßigkeiten nicht festgestellt hat?

– Bezüglich der veruntreuten 107.000,- € stellt sich in Anbetracht der oben genannten Mängel die Frage nach der Verantwortung. Wer ist/war hier verantwortlich?

Wir bitten um eine kurzfristige Beantwortung unserer Fragen.

Anfrage Kreuzpflicht in Behörden

                                                                            Augsburg, 9.05.2018

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

der umstrittene Kreuzpflichterlass des bayerischen Minister­präsidenten Markus Söder, in jeder staatlichen Behörde im Eingangsbereich ein Kreuz aufzuhängen, enthält auch die Empfehlung an die kommunale Ebene, in ihren Dienstgebäuden entsprechend zu verfahren.

  • Wie wird die Stadt Augsburg mit dieser Empfehlung umgehen? Haben Sie die Absicht, dieser Empfehlung Folge zu leisten? Ist sie gar verbindlich?
  • Wie beurteilen Sie und die Stadtverwaltung die Kreuzpflicht im Hinblick auf die weltanschauliche Neutralitätspflicht des Staates und auf die Integrations­fähigkeit städtischer Institutionen für Menschen aller Religionen, Weltanschauungen und Kulturen?
  • Hat die bayerische Staatsregierung der medial inszenierten Verkündung der Kreuzpflicht in staatlichen Gebäuden eine offizielle Anweisung folgen lassen?
  • Ist die Staatsregierung befugt, solche Anweisung im Aufgabenbereich der Kommunen zu erlassen?
  • Werden Sie die Amtsleiter anweisen, Kruzifixe aufzuhängen, ganz davon abgesehen, ob Sie dazu verpflichtet wären?
  • Falls Sie planen, Kruzifixe in den Behörden und Amtstuben aufhängen zu lassen:
    – Wo würden diese Kruzifixe beschafft?
    – Würde es dafür eine (europaweite) Ausschreibung geben?
    – Wer würde die Kruzifixe bezahlen? Träte hier das Konnexitätsprinzip in Kraft? Oder müsste die Stadt Augsburg  aus eigener (leerer) Tasche die Kruzifixe bezahlen?
    – Vertrüge sich eine Beschaffung der Kruzifixe durch einen Auftragnehmer nicht bayrisch kulturell geprägter Provenienz?

Anfrage Mietkostenrückerstattung

                                                                           Augsburg, 9.05.2018

 

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Dr. Kiefer,

die Stadt Augsburg hat jahrelang Anspruchsberechtigten auf einen Mietkostenzuschuss nach SGB II und XII zu niedrige Leistungen gewährt. Soweit die Mieten den gewährten (zu niedrig berechneten) Mietkostenzuschuss überstiegen, mussten Anspruchsberechtigte einen Teil ihres niedrigen Einkommens zum Ausgleich dieser Differenz verwenden.

Seit Ende 2017 ist es durch die Erstellung des Augsburger Mietspiegels sowie durch ein letztinstanzliches Urteil des Landessozialgerichtes München (14.12.2017 – L 7 AS408/15) unbestreitbar, dass die Stadt verpflichtet ist einen höheren Mietkostenzuschuss zu leisten. Nach unserer Kenntnis wurden von der Stadt Augsburg diejenigen, die die genannte Differenz zahlen, bisher nicht auf ihre höheren Ansprüche hingewiesen.

Planen Sie dieses Versäumnis bald zu korrigieren und die betroffenen

Personen über ihre Ansprüche zu informieren?

Planen Sie, den Betroffenen Personen die bisher zu viel gezahlte Miete zurückzuerstatten?