Schlagwort-Archiv: Freie Wähler

Antrag Offenlegung aller Gutachten

                                Augsburg, 5.06.2018

Sehr geehrter Herr Dr. Gribl,

wir stellen folgenden Antrag:

Wir beantragen die Offenlegung aller Gutachten, die von städtischen Ämtern in den letzten 3 Jahren vergeben wurden nach folgenden Punkten:

– Thema
– Kosten
– Auftragnehmer
– Einsichtsmöglichkeit

Begründung:

Die Beauftragung von externen Gutachten nimmt immer mehr zu. Es stellt sich hier die Frage, inwieweit diese Gutachten notwendig sind bzw. ob diese nicht intern von der Stadtverwaltung erstellt werden können.
Mit freundlichen Grüßen

 

DRINGLICH! Einstellung der Baumfällung am Herrenbach

                                        Augsburg, 3.06.2018

Sehr geehrter Herr Dr. Gribl,

Die vom Wasserwirtschaftsamt Donauwörth gegenüber der Stadt behaupteten rechtlichen Vorraussetzungen , die zur Fällung der Bäume am Herrenbach geführt haben, sind laut nachfolgender Begründung nicht vorhanden.
Um noch größeren Schaden zu vermeiden fordere ich Sie auf, die Baumfällungen am
Herrenbach umgehend bis zur abschließenden Klärung einstellen zu lassen, da keine
Gefahr in Verzug ist.
In der Beantwortung der Frage 20 durch das Referat 6 wird die DIN 19712
(Hochwasserschutzanlagen an Fließgewässern) oder das DWA Merkblatt M 507-1 (Deiche
an Fließgewässern) als technische Regeln im Bereich der Hochwasserschutzanlagen und
die Bauweise von Dämmen definiert und das jetzige Vorgehen der Fällungen damit begründet.

Es dabei wird wie folgt begründet:

Die DIN und das Merkblatt werden von Experten auf Grund ihrer langjährigen Erfahrung —
auch mit Schadensfällen — ausgearbeitet. Das o.g. DWA-Merkblatt M 507-1 sieht „zu der
Entfernung vorhandener Gehölzbestände auf Dämmen und ihren Schutzstreifen, die sich
infolge mangelnder oder unterbliebener Unterhaltung entwickelt haben, grundsätzlich
keine Alternative“. Die DIN 19712 bezeichnet Gehölze auf Dämmen als „unzulässig“. Ein
Baum stabilisiert einen Uferbereich nur solange, Wie er steht. Wird er durch Windwurf
entwurzelt, schädigt der herausgerissene Wurzelteller die Standfestigkeit des Uferbereichs.
Der Damm bietet dem Baum einen Lebensbereich, stabilisiert den Baum aber nicht.
Die DIN 19712 (1997) definiert Flussdeiche, also Dämme aus Erd- und Baustoffen an
Fließgewässern zum Schutz des Hinterlandes gegen Hochwasser, die nur bei Hochwasser
beansprucht werden. Flussdeiche sind Hochwasserschutzanlagen, die bei
Hochwasserabfluss temporär über binnenseitigem Gelände eingestaut sind.
Nachdem es sich beim Herrenbach um einen niveaugeregelten Industriekanal handelt,
dessen Zu und Ablauf über Wehrdurchflüsse bestimmt wird, tritt kein Hochwasserfall ein.
Die Sicherung des Herrenbachkanals erfolgt nicht über eine Deichanlage sondern ein
Stahlbetongerinne. Die Standfestigkeit des Gerinnes muss baustatisch nachgewiesen
werden. Die angeschüttete Böschung ist nicht als Deich im Sinne der DIN 19712 angelegt
und erfüllt auch in keiner Weise eine Deichfunktion.

Das Informationsschreiben des Umweltreferenten an Umweltausschuss und Stadträte vom
24.04.2018 zitiert aus der Zusammenfassung des Merkblattes Nr.5.1/1 vom 1.2.1984
Auch dieses Merkblatt befasst sich, wie die unten stehende Querschnittsskizze zeigt nicht
mit betonierten Industriekanälen sondern mit Hochwasserschutzdämmen und Deichanlagen,
und ist demnach für den Fall Herrenbach nicht anzuwenden.


Die Zusammenfassung des Merkblatts beginnt wie folgt:

Deiche, Dämme und Vorländer sind das Ergebnis notwendiger Eingriffe an Gewässern, um
Siedlungsgebiete zu schützen oder landwiitschaftliche Nutzflächen vor häufigen
Uberschwemmungen zu bewahren.
Herr Erben greift sich den 2.Satz/1.Absatz der Zusammenfassung für seine Begründung
heraus:

Da die Gewässer mit ihren Uferbereichen und Auen zu den biologisch aktivsten
Landschaften gehören, bedüifen hier alle Eingriffe ganz besonders der Beachtung
Iandschaftsökologischer Gesichtspunkte. Eine frühzeitige Abstimmung zwischen dem
Wasserbauingenieur und dem Landschaftsingenieur ist erforderlich.

Spätestens hier wird klar, dass es darum geht, Fauna und Flora von Auenlandschaften
artgerecht zu erhalten und nicht Bäume zu fällen, die auf der angeschütteten Böschung
eines Industriekanals stehen, dessen Betongerinne aus den 60-er Jahren nicht mehr die
erforderlichen baustatischen Anforderungen erfüllt.

Was gerade am Herrenbach geschieht ist weder in einer DIN noch in einem Merkblatt
geregelt und wiederspricht allen ökologischen und umweltschützenden Belangen. Es
widerspricht sogar in verantwortungsloser Weise den Bestimmungen des, als Begründung
für die Fällmaßnahmen zitierten Merkblatts zur Deichgestaltung:
„Insbesondere in Ortsbereichen sind verstärkt gestalterische Gesichtspunkte
einzubringen. . Mit einer entsprechenden Bepflanzung können (Deiche) Nahrungs-, Rast-
und Brutplatz für frei/ebende Tierarten sowie Ausbreitungsband für bestimmte Pflanzenarten
darstellen.

 

Baumfällung am Herrenbach; Ihre Email vom 25.05.2018

                              Augsburg, 26.05.2018

Sehr geehrter Herr Erben,

es mag Ihnen bequem erscheinen, meinen Antrag nach Geschäftsordnung zu erledigen
ohne ihn im Stadtrat abstimmen zu lassen, jedoch bestehe ich auf eine Behandlung im
Plenum, da Ihre angeführte Begründung zu dünn, leichtfertig und fachlich nicht haltbar ist
und der Sache „Umwelt“ in keiner Weise gerecht wird.

Sie sehen Sich als Umweltreferent lediglich als „Koordinator“ der Beantwortung vom
17.05.2018 der 33 Fragen aus der Regierungskoalition, ohne Verantwortung zu übernehmen
über Inhalte und deren fachlicher Prüfung. Für lediglich ein Zusammentragen von Antworten
aus den verschiedenen Referaten hätte auch eine Praktikantenstelle ausgereicht.

Ich beziehe mich auf die Beantwortung des Sachverhalts „Einbau einer statisch tragenden
Wanne im bestehenden Gerinne“ im Punkt 33 letzter Absatz, welcher nach Ihren
Ausführungen lediglich im Referat 6 „diskutiert und dann nicht weiterverfolgt wurde“.
Dieses Vorgehen mag Ihrem Anspruch genügen, nicht aber dem Anspruch eines
qualifizierten Umweltreferenten, und wird keineswegs einer ernsthaften Untersuchung
gerecht, welche Umweltbelange weitestgehend berücksichtigt.

Ich gehe im Einzelnen auf die Argumente des Referats 6 ein:

Es wird behauptet, der Bau einer statisch tragenden Wanne im Gerinne würde zu einer
massiven Querschnittsverengung führen.
In der folgenden Skizze „Querschnitt durch den Herrenbach“ wird deutlich, dass eine Wanne
bei Entnahme des Kanalbodens eine minimale Querschnittsminderung des Bachgerinnes
darstellt und bei gleichbleibender Sohltiefe den Wasserspiegel lediglich um 7 cm anhebt.

Vertieft man den neuen Kanalboden um 7 cm bleibt der Wasserspiegel gleich. Genauso
könnte man den Damm um 7 cm erhöhen um die jetzige Schutzhöhe beizubehalten.
Alle weiteren Annahmen und Szenarien in dieser Antwort, wie das notwendig werdende
Anheben der Heinebrücke und der Brücke über die Reichenbergerstraße einschließlich der
Anpassung des Kreuzungsbereichs sowie das Anheben der Friedberger Straße bis zur
Erhöhung der Uferwände zwischen Friedberger Straße und ehemaliges Obi-Gelände
beruhen also auf völlig falschen Voraussetzungen und sind daher nicht relevant.

Es wird weiter behauptet, dass möglicherweise Rückverankerungen notwendig würden,
welche den Erhalt der Bäume in Frage stellen könnten. Ob überhaupt Rückverankerungen
notwendig sind, wurde gar nicht erst untersucht. Das jetzige Gerinne hatte über 50 Jahre
keine Rückverankerungen und ist nach Ihrer eigenen Aussage noch 60 Jahre haltbar.
Selbst wenn man Rückverankerungen vornehmen würde, könnten diese zwischen den
Bestandsbäumen durchgeführt werden, ohne dies zu beeinträchtigen.
Es erübrigt sich demnach auch die Frage nach einem Fangdamm.

Nun noch zum „Freibordmaß“ welches laut Ihrem Schreiben einzuhalten ist.
Hier bitte ich Sie, mir umgehend die Berechnung und den Nachweis hierzu vorzulegen und
zwar für jeden Kanalabschnitt. Ich kenne diesen Begriff nur im Zusammenhang mit
Schifffahrtsstraßen und Küstendeichen wo insbesondere mit Wellenschlag, Windstau und
Hochwasser zu rechnen ist. Bei einem regulierten Kraftwerkskanal ist mir die Anwendung
neu.
Nach Tabelle 7.2 des Deutschen Verbandes für WassenNirtschaft und Kulturbau e. V.
(DVWK) von 1986 beginnt die Angabe für das Freibordmaß ab einer Wassertiefe von 2,0 m
und beträgt hier 50 cm. Der Herrenbach hat eine Wassertiefe von 1,3 m und ein
“Freibordmaß“ von 75 cm.

Die Beantwortung der Frage mit dem einzuhaltenden Freibordmaß erinnert an den
Holzverbau am Stempflesee, für deren Bemessung die „Experten“ die DIN-Norm für
Hafenbecken heranzogen und dabei einen Rundholzquerschnitt von 30 cm berechneten.
Zur Ausführung kamen dann Rundhölzer mit 16 cm Durchmesser wie dies der ausführende
Unternehmer ohne statischen Nachweis geschätzt hatte.

Schließlich geben Sie Sich mit der Anmerkung des Referats 6 zufrieden, welches den
Ansatz „Einbau Gerinne“ wegen der zu enNartenden Baukosten erst gar „nicht zu Ende
denken möchte“. Hierzu ist anzumerken, dass weder die Kosten ermittelt, noch der
Zerstörung von Bäumen und wertvollen Natur und Erholungsraum entgegengestellt wurden.

ANTRAG:

Die Begründung zur Frage 33 im letzten Abschnitt ist irreführend und fachlich nicht haltbar.
Es gibt technische Lösungen, eine mögliche Gefahrenlage ohne Fällung der Bäume auch im
unmittelbaren Uferbereich auszuschließen mit Vorrang für Umweltbelange und Naherholung.
Die Lösungsansätze wurden „nicht zu Ende gedacht“ und daher eine Kostenermittlung erst
gar nicht vorgenommen.

Ich beantrage daher, die geplanten Fällarbeiten nicht durchzuführen, die Kiesrampe ins
Bachbett wieder auzubauen und dem Stadtrat eine seriöse und nachvollziehbare Alternative
zur Baumfällung am Herrenbach zur Beratung vorzulegen.

Baumfällung am Herrenbach

                             Augsburg, 21.05.2018

 

Sehr geehrter Herr Dr. Gribl,

in der Stadtratssitzung am 17.05.2018 ging Umweltreferent Erben auf Fragen aus dem
Plenum die Baumfällung entlang des Herrenbachs betreffend ein. Dabei bekräftigte er die
Alternativlosigkeit der Fällung von 96 Bäumen, um Sachschaden im Falle eins Windwurfs
von den tieferIiegenden Kleingärten und Hauskellern abzuwenden.

Abgesehen davon, dass man mit diesem Argument die prophylaktische Fällung der meisten
Stadtbäume entlang Augsburgs Straßen rechtfertigen kann — bei Windwurf besteht sogar
Lebensgefahr — zeigt die Beantwortung des umfangreichen, fraktionsübergreifenden
Fragepapiers, dass es Lösungen gibt, die meisten Bäume zu erhalten, wenn man bereit ist,
Umwelt- und Baumschutz vor angeblicher Wirtschaftlichkeit zu setzen.

Dabei sollte ein Umweltreferent stets den Erhalt der Bäume als sein höchstes Ziel anstreben,
denn ein 50 jähriger Baum hat Werte, die es kaum rechtfertigen, alternative Maßnahmen zu
seinem Erhalt nicht zu bevorzugen.

Die Fraktionen von CSU, SPD und Grünen haben sich, wir ihr Fragenkatalog vom
11.04.2018 mit 33 Fragestellungen zeigt, intensiv mit der Thematik auseinander gesetzt.
Insbesondere zielen die Fragen 14 und 15 darauf ab, statt Bäume zu fällen, das Kanalbett so
standsicher auszubauen, dass eine Beschädigung durch Windwurf ausgeschlossen werden
kann.
Umweltreferent Erben hat in seinem Schreiben vom 17.05.2018 diese Fragen abgearbeitet:

14. Der bauliche Zustand des Herrenbach-Gerinnes sowie des Dammes ist als normal
zu bezeichnen. Einzig der starke Baumbestand auf dem Damm generiert den
Handlungsbedarf.

15. Eine grundlegende Sanierung bzw. Erneuerung des Gerinnes wird in den nächsten
Jahren nicht anstehen. Die Funktionstüchtigkeit wird durchlaufenden Unterhalt
gewährleistet. Die Ufen/Vände wurden im Jahr 1967 errichtet. Die theoretische
Nutzungsdauer für solche Stahlbetonstützwände liegt bei 110 Jahren. Theoretisch liegt
demzufolge eine grundlegende Erneuerung des Gerinnes im Jahre 2077 an. Die Bäume
können die Bausubstanzjedoch nachhaltig schädigen und durch Windwurf zu plötzlichem
Versagen führen, obwohl die Bausubstanz des Gerinnes intakt ist.

Abgesehen davon, dass der Grüne Referent grundsätzlich wirtschaftliche Gesichtspunkte vor
den Baumschutz stellt, sind die Antworten entweder einer Sparauflage der Finanzreferentin
geschuldet oder/und einem mangelnden Sachverstand.

Zu 14.: Was versteht Erben unter einem “normalen“ Zustand? Nach 50 Jahren dauerhaftem
Wasserkontakt, ist es ein normaler Zustand, dass der Beton und die darin liegende
Eisenbewehrung an Standfestigkeit massiv eingebüßt haben. Das Bild am Wehr bei der
Reichenbergerstraße zeigt, dass der Beton selbst über der Wasserlinie bröckelt.

Zu 15.: Erben spricht von einer „theoretischen Nutzdauer für solche Stahlbetonstützwände
von 110 Jahren“! Es ist rätselhaft, wie ein Umweltreferent zu einer solchen Aussage kommt.
Vom Tiefbauamt kann er sie nicht haben, denn dort hat man gerade mit der
Ackermannbrücke ein marodes Betonbauwerk aus den 60-er Jahren erneuert, das nicht
komplett im Wasser stand. Da er aber gleich zweimal das Wort „theoretisch“ benutzt deutet
darauf hin, wie wackelig diese 110 Jahre Haltbarkeit sind.
Dass das Umkippen eines Baumes das Kanalgerinne zerstören kann zeigt bereits, in
welchem statischen Zustand es sich befindet. Zu diesem Schluss müsste auch ein
Umweltreferent kommen, anstatt die Bäume für die Zerstörung eines angeblich intakten
Gerinnes verantwortlich zu machen. Fakt ist, dass Stahlbeton vor 1988 eine Haltbarkeit von
maximal 60 Jahren hat. Als Kanalbauwerk liegt die Haltbarkeit weit darunter.

Es steht außer Frage, dass ein 1967 mit Stahlbeton betoniertes Kanalbett, welches ständig
im Wasser stand, ausgedient hat. Sowohl der venNendete Beton als auch die eingebrachte
Stahlbewehrung, die meist nicht statisch berechnet, sondern nur konstruktiv eingesetzt
wurde, erfüllen nicht annähernd die heutigen Anforderungen.
Der gesamten Gerinnekonstruktion fehlen ausreichende und dichte Bewegungsfugen, sodass Wasser über Rissebildung eindringen kann und die Konstruktion durch die innere Korrosion bröckelt.
Der Vorschlag, Bäume zu fällen, um ein marodes Kanalbett noch ein paar Jahre zu halten,
ist in Zeiten des Umweltschutzes, des Erhalts von Bäumen und hochwertigen Stadträumen,
die den Bürgern zur Erholung dienen und schon gar angesichts der Unesco-Welterbe-
Bewerbung Wasser „aus der Zeit gefallen“.

Ich stelle hiermit folgenden Antrag:

Das Kanalgerinne des Herrenbachs ist statisch zu ertüchtigen bzw. so zu erneuern, dass ein
Großteil der Uferbepflanzung erhalten werden kann. Hierzu ist eine entsprechende Planung
zu beauftragen unter der Maßgabe, möglichst viele Bäume auch am direkten Uferbereich zu
erhalten.

Kauf/Rückkauf Teilfläche Schulgrundstück Wittelsbacher Volksschule, Elisenstraße

                           Augsburg, 21.05.2018

Sehr geehrter Her Dr. Gribl,

nach Informationen wurde eine Teilfläche des Schulgrundstücks der Wittelsbacher
Volksschule an der Elisenstraße verkauft und dann wieder zurückgekauft.

Nach dem Abverkauf sollte dort ein Mehrfamilienhaus gebaut werden.
Eine Baugenehmigung wurde erteilt.

Trifft dies zu?

Wenn ja — zu welchem Preis wurde das Grundstück verkauft und zu welchen wieder
erworben?

Häufung von Unregelmäßigkeiten bei der Stadt Augsburg

                            Augsburg, 17.05.2018

 

Derzeit steht der 28,5 Mio € Fördermittelskandal im Sozialreferat im öffentlichen Interesse.
Es krankt aber noch an anderen Stellen bei der Stadt Augsburg.

Vor kurzem wurde bekannt, dass ein Mitarbeiter des Theaters Augsburg 107.000 € aus der Kasse unterschlagen hat. Das konnte nur passieren, weil die Kasse des Theaters mehr als 10 Jahre nicht geprüft wurde. Auch hier stellt sich die Frage nach der Verantwortung.

Wer ist/war hier zuständig?

Warum gab es kein Vier-Augen-Kontrollsystem? Warum wurde ein Softwareprogramm verwendet, das anscheinend nicht revisionssicher ist?

Die neue Wirtschaftsprüfungsgesellschaft schreibt in ihrem Bericht zum Jahresabschluss des Eigenbetriebes Theater 2017 u.a. „Im Verlauf
unserer Prüfung haben wir berichtspflichtige Unrichtigkeiten und Verstöße gegen Vorschriften der Rechnungslegung festgestellt. Bei der
Prüfung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems haben wir erhebliche Mängel im Bereich der Kassenbuchführung festgestellt,
die die Veruntreuung von Barmitteln begünstigt haben.“ (siehe BSV/18/01650, https://ratsinfo.augsburg.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=7217#searchword, PDF und Anlage oben rechts)

Regelmäßig wird der Stadtrat von Rechnungsprüfungsamt über Unregelmäßigkeiten in der Verwaltung informiert:

  • Im städtischen Bürgeramt ist eine Kassenprüfung nicht möglich, da dies vom Bürgeramt be- bzw. verhindert wird.
  • Der Bayerische Kommunale Prüfungsverband kritisiert, dass die AGS seit 2010 aus der Überprüfung durch das Rechnungsprüfungsamt ausgenommen ist!
  • Hochwertige Wohnungen in städtischen Liegenschaften im Herzen von Augsburg werden zu Schleuderpreisen (ca. 4,- € pro QM) an städtische Mitarbeiter vermietet!

Auch bei Feuerwehr und im Friedhofsamt sind in der Vergangenheit schon wegen Unregelmäßigkeiten aufgefallen.

Häufig schleppt sich die Aufklärung dahin und die Öffentlichkeit wird nicht informiert. Dabei sind es öffentliche Gelder die veruntreut werden.

 

Anfragen zum Prüfbericht des Eigenbetriebes Theater

                         Augsburg, 16.05.2018

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr. Gribl,

zur BSV/18/01650 und dem dort enthaltenen Prüfbericht zum Jahresabschluss 31.08.17 des Eigenbetriebes Theater Augsburg (III. Unregelmäßigkeiten) bitten wir um Beantwortung folgender Fragen:

– Wie kann es sein, dass bestehende Vorschriften zur Kassenführung beim Theater Augsburg nicht eingehalten wurden?

– Welche Anweisung regelt die Höchstgrenze für Bargeldbestände?

– Warum sind die Anweisungen zur Kassenführung den Mitarbeitern nicht bekannt?

– Warum wird ein Softwareprogramm verwendet, das anscheinend nicht revisionssicher ist?

– Warum gibt es kein Vier-Augen-System? Lt. Prüfbericht des Wirtschaftsprüfers ist ein Abgleich mit der Werkleitung nicht erfolgt.

– Welche Stelle ist für die Kontrollverantwortung zuständig?

– Warum wurde die Kasse des Theaters mehr als 10 Jahre nicht geprüft?

– Die Auswertungen aus dem Kassensoftwaresystem liegen nicht lückenlos vor. Wie kann es sein, dass die bisherige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft „Bavaria Treu“ diese Unregelmäßigkeiten nicht festgestellt hat?

– Bezüglich der veruntreuten 107.000,- € stellt sich in Anbetracht der oben genannten Mängel die Frage nach der Verantwortung. Wer ist/war hier verantwortlich?

Wir bitten um eine kurzfristige Beantwortung unserer Fragen.

Antrag Offenlegung der Dienstanweisungen zur Kassenprüfung

                                Augsburg, 16.05.2018
Sehr geehrter Herr Dr. Gribl,

zur BSV/18/01650 stellen wir folgenden Antrag:

– Wir beantragen die Offenlegung aller die Kassenführung betreffenden Dienstanweisungen.

Begründung:

Lt. dem Prüfbericht des Jahresabschlusses des Eigenbetriebes Theater Augsburg wurden bestehende Vorschriften und Anweisungen nicht eingehalten. Es stellt sich hier die Frage, ob es entsprechende Dienstanweisungen überhaupt gibt und ob diese Anweisungen ausreichend sind.

Antrag auf einen konsolidierten Haushalt nach Nürnberger Vorbild

                      Augsburg, 11.05.2018
Sehr geehrter Herr Dr. Gribl,

der SZ vom Montag, den 07.05.2018 war in einem Bericht zu lesen (siehe Anlage), dass die Stadt Nürnberg einen sogenannten konsolidierten Jahresabschluss vorgelegt hat, bei dem die Stadt mit all ihren Ablegern als eine Organisationseinheit dargestellt wird (siehe Anlage).

Wir beantragen hiermit, dass die Stadt Augsburg einen ebensolchen konsolidierten Jahresabschluss spätestens im Jahr 2019 vorlegen wird.

Begründung

Ein solcher konsolidierter Jahresabschluss lässt die Gesamtfinanzsituation der Stadt leicht und übersichtlich erkennen. Damit ist ein solches Werkzeug ein geeignetes Hilfsmittel zur Schaffung echter Transparenz und somit wichtig für alle politisch Interessierten Bürgerinnen und Bürger, für alle Stadträte und Fraktionen sowie Ausschussgemeinschaften, um die Finanzkraft der Stadt hinsichtlich kommender Investitionen korrekt einschätzen zu können.
Auch werden durch einen solchen konsolidierten Jahresabschluss Handlungsbedarfe hinsichtlich etwaig nötiger Reorganisationen innerhalb des städtischen „Gesamtkonzerns“ besser ersichtlich.

Konsolidierter Haushalt 2016_Stadt Nürnberg_2.05.2018

Regina Stuber-Schneider von den Freien Wählern bei der Verleihung der 35 RiegelBierkette für Markus Wasmeier

                              Augsburg, 22.04.2018

Wieder einmal wurde die Riegele Bierkette verliehen, diesmal an die Skilegende Markus Wasmeier. Diese Auszeichnung erhalten Persönlichkeiten, die sich um die bayerische Lebensart und Kultur verdient gemacht haben, also gerne Bier trinken und baierisch reden. Regina Stuber-Schneider, die Stadträtin der Freien Wähler war zur Preisverleihung anwesend und stieß mit Herrn Wasmeier und Herrn Priller auf diese Auszeichnung an.