Fusion SWA – Erdgas Schwaben: Von Anfang an getäuscht

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Von Anfang an getäuscht
Es ist ein Papier aufgetaucht, das beweist, dass sich CSU und Grüne bereits im März 2014 darüber einig waren, die Energiesparte der Stadtwerke Augsburg mit erdgas schwaben zu fusionieren.  Am 21. Oktober 2014 hatten OB Gribl und Stadtwerke-Chef Dietmayr in einer Veranstaltung im Filmsaal des Zeughauses die Stadträte, die nicht der Regierung angehören, erstmals über die Pläne bezüglich Stadtwerken und erdgas schwaben informiert.Von drei Möglichkeiten, die gleichberechtigt geprüft würden, war die Rede: Kooperation auf bestimmten Gebieten, Gründung eines gemeinsamen Tochterunternehmens (joint venture) und komplette Fusion der Sparte Energie mit erdgas schwaben.
OB Gribl hatte damals betont, er persönlich habe keinerlei Präferenz, die Prüfung erfolge ergebnisoffen. Dazu Stadtrat Otto Hutter (Die Linke): „Jetzt ist klar, dass OB Gribl gelogen hat. Schlimm, dass er noch SPD und Grüne dazu angestiftet hat, die eigenen Mitlieder zu täuschen.
Die Grünen werde man künftig differenziert zu betrachten haben. Auf der einen Seite stünden die hintergangenen Mitglieder, die dem Regierungsbündnis nie zugestimmt hätten, wenn man ihnen gesagt hätte, dass dies die Preisgabe des alleinigen Eigentums an den Stadtwerken bedeutet. Auf der anderen Seite müsse man nun genau schauen, wer einen persönlichen Vorteil von der Fusion habe, etwa durch Aufsichtsratsposten.